Zweifelhafte Bereederungspraxis
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Ermittlungen gegen Piloten-Partner von Ryanair

Ryanair Boeing 737 Tails
Ryanair Boeing 737 Tails, © Ryanair

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KOBLENZ - Wegen des Verdachts des Steuer- und Sozialversicherungsbetrugs hat die Staatsanwaltschaft Koblenz einen britischen Personaldienstleister im Visier, der mit Ryanair zusammenarbeitet. Es werde gegen das britische Unternehmen und gegen einzelne Piloten ermittelt, sagte Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner am Mittwoch.

Der Personaldienstleister soll Piloten unter Vertrag genommen und an den irischen Billigflieger ausgeliehen haben, darunter auch in Deutschland stationierte Piloten.

Diese sollen Steuern und Abgaben dann nicht wie von einer EU-Verordnung vorgeschrieben hierzulande - also am Einsatzort - abgerechnet haben. Es seien Geschäftsräume des Personaldienstleisters in Großbritannien durchsucht worden, sagte Gandner.

Davon wusste Ryanair nach eigenen Angaben zunächst nichts. Es werde von allen Partnern erwartet, Verpflichtungen bei Sozialversicherung und Steuern vollständig zu erfüllen, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Ryanair fliegt mit direkt im Unternehmen angestellten Crews und Vertragspiloten. Um steuer- und sozialversicherungsrechtliche Fragen müssen sich Vertragspiloten oftmals eigenverantwortlich kümmern, kritisieren Pilotengewerkschaften.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Ryanair | 27.05.2015 13:45

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Beitrag vom 27.05.2015 - 22:29 Uhr
Spätestens wenn man für ein paar Monate im Ausland eingesetzt wird, braucht man schon kompetete Ansprecherpersonen - die Familie zu Hause muß versogt sein und vor Ort muß man ggf. zum Zahnarzt.
Es kommt darauf an, was der Festvertrag bringt. Als Subunternehmer hat man in schwierigen Zeiten die schlechteren Karten. Wenn alles gut läuft, mag man als "contractor" auch nicht schlechter fahren.
Wie konnte es dann Probleme in Frankreich geben?

Dieser Beitrag wurde am 27.05.2015 23:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.05.2015 - 21:48 Uhr
Ob Raynair seine "contractors" darauf hinweist, daß sie sich zumindest einen kompetenten Steuerberater besorgen sollten, damit sie nicht in irgendwelchen Steuerfallen tappen?

Ja, tun sie. O'Connor & Associates, Bob Scanlon & Associates und CXC Contracting Plus sind die drei Partner, die einem an die Hand gegeben werden und die die ganze Sache (natuerlich gegen Provision) fuer einen erledigen.

Und es gibt nicht allzu wenige Piloten, die den Festvertrag, den Ryanair ab und an anbietet, ablehnen, da das Leben als Contractor (zumindest finanziell) fuer sie mehr lohnt.
Beitrag vom 27.05.2015 - 16:11 Uhr
Mit "Kopf in den Sand stecken und durch" läßt sich keine Steuerbehörde überzeugen.
Wenn der Steuerberater gut ist, wird sich das allemal lohnen. Außerdem hat der Pilot dann in dieser Hinsicht den Kopf frei - das ist gut für die Nerven!
(P.S.: Ich bin kein Steuerberater usw. - muß ihn aber nutzen!)

Im Netz gab es mal einen recht ruppigen Bericht über Raynair von niederländen Piloten.
Da fehlte allerdings der Hinweis, dass diese Piloten "contractors" waren. Das war den Piloten wohl selbst nicht aufgefallen: Raynair bezahlt keine Krankenversicherung etc...

Dieser Beitrag wurde am 27.05.2015 16:12 Uhr bearbeitet.


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