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Spohr: Eurowings-Plattform für andere Airlines offen

Brussels Airlines A319
Brussels Airlines A319, © Ingo Lang

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FRANKFURT - Die neue Lufthansa-Billigmarke Eurowings könnte ihre Flügel laut Vorstandschef Carsten Spohr auch über andere Airlines innerhalb und außerhalb der Lufthansa-Gruppe ausbreiten. Eurowings eigne sich als Plattform zur Übernahme anderer Fluglinien, sagte Spohr am Montag in Frankfurt.

Andererseits könnten sich andere Gesellschaften an Eurowings beteiligen oder ihre Flüge von Eurowings vermarkten lassen. Spohr denkt dabei auch an Brussels Airlines: Die belgische Fluglinie könnte auf diese Weise nach Jahren als Minderheitsbeteiligung komplett bei der Lufthansa landen.

Die Lufthansa spreche jedes Jahr mit den Miteignern von Brussels über eine Komplettübernahme, sagte Spohr. Bislang hält die Lufthansa nur 45 Prozent an der belgischen Fluglinie. Auch die italienische Lufthansa-Regionaltochter Air Dolomiti könnte Spohr zufolge bei Eurowings eine neue Heimat finden. Namen wie Dolomitiwings oder Brusselwings könnten gut als Teil von Eurowings vermarktet werden.

Spohr hält eine Fusionswelle unter europäischen Fluglinien für angesagt. Während die fünf größten Fluggesellschaften der USA dort 81 Prozent des Geschäfts auf sich vereinten, kämen die fünf größten europäischen Fluglinien zusammen nur auf 46 Prozent. Bei der nötigen Konsolidierung werde Lufthansa eine Rolle spielen müssen, sagte Spohr. Eurowings könne dabei helfen.

Mit ihrem Billigkonzept Eurowings reagiert die Lufthansa auf den Angriff von Billigfluggesellschaften wie Ryanair und Easyjet, mit deren Ticketpreisen die Lufthansa wegen ihrer hohen Lohn- und Verwaltungskosten nicht mithalten kann. Die ersten Airbus-Maschinen von Eurowings sind schon in der Luft, die Betriebskosten sollen rund 40 Prozent niedriger liegen als bei der Kernmarke Lufthansa.

Die bisherige Billigmarke Germanwings will Spohr zum kommenden Jahreswechsel auf Eurowings umstellen. Auf den Maschinen wird der Name Germanwings aber noch über geschätzt acht Jahre erhalten bleiben, bis alle bisherigen Piloten der Fluglinie das Unternehmen entweder verlassen oder zum Mutterkonzern gewechselt sind.

Die Kernmarke Lufthansa will Spohr weiter zum Premiumprodukt ausbauen, das höhere Ticketpreise rechtfertigt. Die jüngst erfolgte Einführung einer gehobenen Touristenklasse mit dem Namen Premium Economy habe die Erwartungen an die Einnahmen um 15 Prozent übertroffen, sagte Spohr. Die Kunden seien bereit, überraschend viel Geld für das Mehr an Komfort zu bezahlen.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Handout | 29.06.2015 16:46

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Beitrag vom 30.06.2015 - 10:35 Uhr
Zuminderstens die A319 und A320 von Bruessels wuerden sicher Sinn bei der Eurowings machen.
Die A330 evtl. auch, aber Brussels betreibt da ein anderes Geschaeft als Eurowings auf longhaul anstrebt.

Ziel ist aber auch hier, mit den billigeren Personalkosten bei Eurowings auf die Kosten der LCC runter zu kommen.
Kern des LCC Modells ist bei allen eine Einheitsflotte, bzw. die Festlegung auf ein Flugzeugmodell mit verschiedenen Varrianten - wenn dann die Embraer von Air Dolomiti und Brussels mit rein kommen, verfluechtigen sich die Vorteile der einfacheren Wartung, Flottendisposition, Berederungsplanung, etc. wieder.

Nebenbei macht es wenig Sinn, die Marken Brussels und Air Dolomitit aufzugeben um dann mit ihnen eine neue Teilmarke ("Dolomitiwings", "Brusselwings") einzufuehren.
Sollen dann beide parallel betrieben werden?
Fuer Brussels wuerde sich anbieten, die Mittelstrecke auf Eurowings umzustellen, dann heisst es auf dem FLieger halt by Eurowings oder nur Eurowings.

Die Frage ist ob der Markt eine Air Dolomiti braucht, die mit 10 Embraer durch die Gegend fliegt? Wenn Air Dolomiti profitable ist,kann man sie einfach weiter fliegen lassen, wenn nicht muss eigentlich die CityLine als Partner her.
Beitrag vom 30.06.2015 - 09:16 Uhr
Man kann der Lufthansa nur wünschen,dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Produktverbesserung bald Früchte tragen.

Eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit sollte aber nicht nur zu Lasten der Mitarbeiter gehen,indem man neue Arbeitsverträge zu schlechteren Konditionen bei ausgelagerten Subunternehmen anbietet,es muss aus der Struktur und den Produkt selber kommen.

Der ganzen Eurowings- Geschichte stehe ich relativ skeptisch gegenüber, da auch die Konkurrenz nicht schläft, gewaltig zulegt und in neue Produkte und Flugzeuge investiert.

Im Premium-Bereich ist tatsächlich auf einen Erfolg der neuen „Super-Eco“ zu hoffen,den die Erhöhung der Gewinnmarge pro verkauften Sitzplatz ist in der Tat ein Hauptansatzpunkt zur Verbesserung der Rentabilität bei der Lufthansa.
Beitrag vom 30.06.2015 - 00:15 Uhr
Sorry, dass ich mich da mal dazwischenmische, aber

Ja, auch von der Golfern hört man: "wir werden", aber 1 Jahr drauf liest man dann: "wir haben erfolgreich" und das ist dann auch wirklich so!
Was haben die denn nun genau erfolgreich ...?
Machen die anderen (LH) denn gar nichts? Premium Eco z.B., Lounges, Erweiterungen in FRA und MUC?


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