EAA AirVenture
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Rimowa baut neue Junkers F 13 in Serie

OSHKOSH - Der deutsche Gepäckhersteller Rimowa wird die einmotorige Junkers F 13 wieder in Serie bauen. Die kündigte Rimowa auf der Luftfahrtveranstaltung EAA Air Venture in Oshkosh an. In Wisconsin traf die "Urmutter" aller Verkehrsflugzeuge auf den modernsten Airliner der Welt.

Dieter Morszeck, Vorstandsvorsitzender und Eigentümer von Rimowa, stellte in Oshkosh das erste, flugfähige Nachbauflugzeug vor, das nach dem Vorbild einer im Pariser Luftfahrtmuseum in Le Bourget erhaltenen gebliebenen Originals völlig neu gefertigt wurde. Es soll noch vor Jahresende zum Erstflug starten.

In Oshkosh posierte die Rimowa F 13 am Mittwoch mit dem Airbus A350 Prototypen MSN2 für die Fotografen. Airbus wirbt für sein neuestes Verkehrsflugzeug gerade mit einer großen Tour durch Süd- und Nordamerika und besuchte auch die Flugshow in Wisconsin.

(© Rimowa)
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Fotoserie: Damals und heute: Rimowa F 13 trifft Airbus A350

"Der Wiederaufbau der Urmutter aller Verkehrsflugzeuge war schon lange mein Traum und ich bin sehr froh, dass er endlich Wirklichkeit wird", sagte Morszeck vor Journalisten in Oshkosh, Wisconsin.

"Da mich dieses Flugzeug außerordentlich begeistert und ich eine Nachfrage im Markt sehe, haben wir bereits zum Roll-out die Rimowa Flugzeugwerke AG mit Sitz in der Schweiz gegründet. Hier werden wir die Rimowa F 13 in Serie bauen und die Nachfrage im Markt bedienen."

Ganzmetalltiefdecker mit 450 PS


Die "Rimowa F 13" ist wie das Original, seinerzeitiger Erstflug 1919, ein einmotoriger Ganzmetalltiefdecker mit offenem Cockpit und geschlossener Passagierkabine. Sie hat für den Betrieb auf Asphalt neuerdings ein gebremstes Spornradfahrwerk, ist 3,50 Meter hoch, hat eine Länge von 9,60 Meter und eine Spannweite von 14,85 Meter.

Mit einem, seinerzeit auch bei einer US-Version der Original-F 13 verwendeten, Sternmotor Pratt & Whitney R-985 Wasp Junior und einer Leistung von 450 PS erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.

Bei einer Reisegeschwindigkeit von 177 km/h beträgt der Treibstoffverbrauch 80 Liter pro Stunde. Damit hat sie eine Reichweite von 600 Kilometern. Die maximale Startmasse liegt bei 1999 Kilogramm.

Das Flugzeug darf nur am Tag und nach Sichtflugregeln fliegen (VFR Day) und ist für eine Gipfelhöhe von 4000 Meter ausgelegt. Die Serienfertigung wird bei der Rimowa Flugzeugwerke AG in Dübendorf in der Schweiz anlaufen.

9.000 Baustunden, 2.600 Teile, 2,2 Millionen Dollar

Zur EAA können Interessenten das Flugzeug bereits bestellen. Der Preis beträgt 2,2 Millionen Dollar.

"Der Unternehmer Hugo Junkers war ein Pionier und Visionär. Und er war der erste, der Duraluminium im Flugzeugbau verwendete. Für Junkers-Flugzeuge und für Koffer von Rimowa wurden die gerillten Bleche weltweit zum Erkennungszeichen", sagte Morszeck bei der Präsentation des Flugzeugs in Oshkoh.

"Aus diesem Grund habe ich den Wiederaufbau einer flugfähigen Junkers F 13 verfolgt und gefördert. In dem Flugzeug aus Duraluminium, das wir heute der Öffentlichkeit vorstellen können, nimmt ein Kulturgut erneut Gestalt an. Und diese F 13 wird wieder fliegen – eine Weltsensation."

Die Flugzeugteile entstanden in 9.000 Baustunden im schwäbischen Oberndorf im Schwarzwald bei dem renommierten Luftfahrtbaubetrieb Kaelin Aero Technologies GmbH, wo die gesamte Konstruktion nach Originalmaßen mit Hilfe modernster Software erfasst und nach heutigen Baustandards gefertigt wurde.

Die neue F 13 besteht aus 2.600 Bauteilen, über 35.000 Niete halten den Tiefdecker mit offenem Zweimann-Cockpit zusammen.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: Rimowa | 23.07.2015 10:19

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Beitrag vom 23.07.2015 - 11:05 Uhr
Geil! Ich finde es toll, wenn es unter der Wirtschaftsprominenz auch ein paar "Freaks" gibt, die ihre Gewinne für den Erhalt historischer Flugzeuge /Luftfahrtgeschichte ausgeben. Red Bull und Breitling gingen mit gutem Beispiel voran, Rimowa folgt nun.


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