Dubai Air Show
Älter als 7 Tage

Airbus verhandelt über Aufträge für 32 A380

John Leahy
John Leahy, © Airbus S.A.S.

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DUBAI - Airbus kann auf der Dubai Air Show noch keinen Neukunden für die A380 präsentieren, kommt Aufträgen aber offenbar näher. Airbus Chefverkäufer John Leahy berichtete auf der Luftfahrtmesse am Sonntag über fortgeschrittene Verhandlungen mit gleich zwei Airlines über bis zu 32 A380.

Wer die Interessenten sind, verriet Leahy bei dem Medienbriefing nicht. In einem Fall gehe es aber um 20, im anderen um "zehn bis zwölf" Superjumbos. Beide Verhandlungen könnten noch 2015 in einer Auftragsvergabe münden. Allerdings sei es auch möglich, dass Airbus die dringend benötigen Aufträge erst 2016 erhalte.

Auf der letzten Dubai Air Show vor zwei Jahren bestellte Emirates 50 A380 nach, seither herrscht Flaute im Auftragsbuch. Emirates will weitere A380 erst bestellen, wenn sich Airbus einer gründlichen Überarbeitung des Flugzeugs verschreibt. Die Entscheidung über eine A380neo vertagte Airbus jüngst auf 2016.

Eine A380neo könnte Airbus wohl auch bei Qatar Airways unterbringen. Qatar Airways würde wahrscheinlich "eine sehr kleine Stückzahl" A380neo als späteren Ersatz für ihre aktuelle A380-Flotte bestellen, sagte Airlinechef Akbar Al-Baker auf der Dubai Air Show.

An der aktuellen Generation des Flugzeugs bekundeten zuletzt Saudi Arabian Airlines und Royal Air Maroc öffentlich Interesse. Leahy gab auf der Paris Airshow im Juni das Ziel aus, bis Jahresende 25 neue A380-Aufträge einzuwerben.

Airbus rechnet für dieses und nächstes Jahr mit einem kleinen Gewinnbeitrag aus dem Programm, wird aber schon 2017 die Produktionsrate korrigieren und mit der A380 wieder operativ in die roten Zahlen fallen.

Airbus werde 2016 "mit knapp unter 30" A380 wieder einen Break-Even im Programm schaffen und 2017 "etwa 20 bis 30" Flugzeuge an die Kunden übergeben, sagte Airbus Finanzvorstand Harald Wilhelm Ende Oktober. "Unser Ziel ist, der Gewinnschwelle dann zumindest so nah wie möglich zu kommen."

Airbus liegen 317 Aufträge für die A380 vor, von denen 146 noch offen sind. In letzter Zahl verstecken sich aber noch einige Karteileichen - Air Austral und Virgin planen inzwischen ohne die A380. Air France möchte zwei Kontrakte gerne gegen kleineres Gerät tauschen. Transaero, die vier A380 bestellte, wird dieser Tage abgewickelt.
© Bloomberg News | Abb.: Airbus | 09.11.2015 09:02


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