"upps, sorry"
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BFU klärt Startunfall bei Luxair auf

Schaden am Rumpfboden
Schaden am Rumpfboden, © BFU

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SAARBRÜCKEN - Zum Startunfall einer Bombardier Q400 von Luxair liegt nun ein erster Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) vor. Den Vorfall muss sich offenbar die Copilotin ankreiden lassen - sie zog das Fahrwerk beim Start zu früh ein.

"Beim Start auf der Piste 09 des Flughafens Saarbrücken fuhr das Fahrwerk während des Rotierens ein", rekonstruierte die BFU den Vorfall vom 30. September 2015. Das Flugzeug setzte erst mit dem Heck auf und kam circa 425 Meter vor dem Pistenende zum Halt.

Alle 16 Passagiere und vier Crewmitglieder blieben glücklicherweise unversehrt. Nach Darstellung der BFU zog die 27 Jahre alte Copilotin das Fahrwerk bei dem Start mit reduzierter Triebwerksleistung vor der Anweisung des Kapitäns (hier: Pilot Flying) ein.

Die BFU veröffentlichte einen Auszug der vom Stimmenrekorder aufgezeichneten Callouts:

10:16:24 PF take off, my controls
10:16:25 PNF your controls
10:16:27 PNF spoiler is closed
10:16:30 PNF autofeather armed
10:16:33 PF looks like spring
10:16:35 PNF yeah, power is checked
10:16:36 PNF 80 knots
10:16:37 PF checked
10:16:40 PNF V1, rotate
10:16:42 Background click sound, probably gear lever UP

10:16:43 PNF upps, sorry

Mit einer etwa fünf Grad angehobenen Rumpfnase und rund 127 KIAS Geschwindigkeit sei das Fahrwerk eingefahren. "Das Flugzeug berührte um 10:16:44 Uhr zuerst mit dem Heck den Boden (Tailstrike)", schreibt die BFU. "Nach dreimaligem Aufsetzen und Rutschen auf dem Rumpfboden kam das Flugzeug circa 875 Metern ach der ersten Bodenberührung zum Stillstand."

Aufgrund der entstandenen Rauch- und Geruchsentwicklung in der Kabine sei das Flugzeug augenblicklich evakuiert worden.

Die Copilotin hatte 3.295 Stunden Flugerfahrung. Der Unfalltag war ihr erster Diensttag nach einem 16-tägigen Urlaub. Nach dem Vorfall hat sich die BFU ihre 29 letzten Flüge angesehen, dabei aber keine Fehler gefunden. An der erst drei Jahre alten LX-LGH entstand erheblicher Sachschaden an Rumpf und Propellern.

Luxair hatte den Unfall bereits im November auf menschliches Versagen der Copilotin zurückgeführt, für die der vorzeitige Zug am Fahrwerkshebel das Karriereende in den Cockpits der Airline bedeutete.

Diese Meldung basiert auf Informationen des Dienstes "The Aviation Herald" und wird von aero.de in freundlicher Lizenz veröffentlicht.
© aero.de | Abb.: BFU | 22.02.2016 08:54

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Beitrag vom 12.10.2017 - 23:30 Uhr
Guten Tag zusammen. Bin zufällig auf den Thread gestoßen und habe mich nun einzig aus dem Grund registriert, um siebenfritz eine Antwort anzugedeihen.

Ich liebe ja grundsätzlich Menschen, die nie Fehler machen - so wie siebenfritz. Von der Sorte kenne ich auch einige. Wenn man dann mal genauer hinschaut, muss man zu aller großem Erstaunen meist feststellen, dass diese Spezies den Fehler quasi erfunden hat und außer blöden Kommentaren abzugeben eigentlich nichts kann.

Ich wundere mich auch warum siebenfritz meint, zu einem Thema, von dem er weniger Ahnung hat als ich vom Zugposaune-Spielen, derartig dreiste Kommentare abzugeben. Krawallmacher.Ist nur noch peinlich.

Jeder Insider weiss dass Bombardier Spezialist für Designfehler ist. Natürlich macht es nur Sinn, das Fahrwerk zum Einfahren freizugeben, wenn ALLE Ground-Sensoren (Haupt-und Bugfahrwerk) Entlastung melden.

Never mind, vielleicht sollte Bombardier einfach siebenfritz als Instructor einstellen, damit die Piloten auf der ganzen Welt noch was von ihm lernen können.
Beitrag vom 24.02.2016 - 12:34 Uhr
Ich hatte neulich ein Stück Würfelzucker zu wenig in den Kaffee. Ließ sich aber korrigieren und kein Passagier war einer hohen Gefährdung ausgesetzt.

Dann nehmen Sie doch den Strassenverkehr;-) Da sind in aller Regel auch ein paar Andere betroffen von Ihren "Fehlentscheidungen"...
Beitrag vom 24.02.2016 - 12:26 Uhr
Ich hatte neulich ein Stück Würfelzucker zu wenig in den Kaffee. Ließ sich aber korrigieren und kein Passagier war einer hohen Gefährdung ausgesetzt.


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