Absturz
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Grounding: Norwegen hält Airbus Helicopters H225 am Boden

Main Rotor Head des Airbus Helicopters H225 LN-OJF
Main Rotor Head des Airbus Helicopters H225 LN-OJF, © AIBN

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BERGEN - Nach dem Hubschrauberabsturz mit 13 Toten in Norwegen dürfen keine Maschinen des Unglücks-Modells mehr in dem Land fliegen.

Auch die EU-Flugsicherheitsbehörde EASA in Köln sei gewarnt, sagte ein Sprecher der norwegischen Luftfahrtsbehörde am Donnerstag.

Ein Helikopter vom Typ Airbus H225 Super Puma war Ende April auf dem Rückflug von einer Ölplattform in der Nordsee aufgrund eines technischen Defekts abgestürzt. Einem neuen Bericht der Unglücksermittler zufolge könnte eine Materialermüdung im Getriebe den Absturz verursacht haben.

Kurz nach dem Unglück hatte die Behörde bereits Passagierflüge mit dem Airbus-Typ verboten. Wenige Tage darauf hatte sie das Verbot auf das Modell AS332L2 ausgeweitet, weil Getriebe und Rotoren bei diesem Typ fast identisch seien.

Nun sollen die Helikopter auch nicht mehr für Such- und Rettungseinsätze genutzt werden. 167 Hubschrauber des Unglücks-Typs H225 waren nach Airbus-Angaben bislang weltweit im Einsatz.

Die Ermittlungen zur Absturzursache seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte der Sprecher. "Dies ist nur ein möglicher Grund." Bei dem Unglück hatte sich nach Berichten von Augenzeugen zunächst der Rotor vom Helikopter gelöst, bevor die Maschine nahe der Insel Turøy ins Meer gestürzt war.
© aero.de, dpa-AFX | 02.06.2016 11:24

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Beitrag vom 02.06.2016 - 17:46 Uhr
Dafür hat man nach 225 Toten das Problem den getöteten Piloten untergejubelt und sich ganz kleinlaut aus der Verantwortung gezogen.
Man sollte bei allem Respekt trotzdem die Realität nicht komplett ausblenden. Letztlich haben die völlig schwachsinnigen Steuereingaben des Copiloten den Flieger ins Meer gebracht, nicht die vereisten Sonden die zum Zeitpunkt des Crashs längst nicht mehr vereist waren. Und zwei ausgebildete Verkehrspiloten (der Kapitän war wohl kurz davor es zu kapieren aber da war nicht mehr genug Zeit bis zum Aufprall) MÜSSEN merken was mit dem Flugzeug los ist wenn die Nase nach oben zeigt und der Flieger rasant nach unten fällt. Stress hin oder her, es sind (waren) Berufspiloten und keine Hobbyflieger.
Beitrag vom 02.06.2016 - 17:34 Uhr
Das ist wenigstens mal wieder eine konsequente Entscheidung mit Rückgrat für die Flugsicherheit.
Wenn Bauteile kritisch sind ober brechtigte Zweifel bestehen, dann ist das die einzig richtige Entscheidung.


„Auch die EU-Flugsicherheitsbehörde EASA in Köln sei gewarnt, sagte ein Sprecher der norwegischen Luftfahrtsbehörde am Donnerstag.“


Mal sehen, ob das diesmal bei der EASA etwas mehr bewirkt, denn es hatte ja 36 Vorfälle mit vereisten Drucksonden schon vor dem AF447-Crash gegeben und das hat bei der EASA nicht viel Einsicht gebracht, mal irgendwelche Piloten zu warnen, zu schulen oder die Maschinen zu grounden.
Dafür hat man nach 225 Toten das Problem den getöteten Piloten untergejubelt und sich ganz kleinlaut aus der Verantwortung gezogen. – Da war es schon gut dass man seine Unfallberichte selbst schreiben darf.



Dieser Beitrag wurde am 02.06.2016 17:35 Uhr bearbeitet.


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