Flug 4U-9525
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EASA: Piloten im Medical auf psychische Gesundheit untersuchen

germanwings Airbus A320
germanwings Airbus A320, © Ingo Lang

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FRANKFURT - Medicals, regelmäßige medizinische Checks von Piloten, sollen nach einem Positionspapier der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) alsbald "umfassende Tests zur psychischen Gesundheit" einschließen. Als Konsequenz aus der Germanwings-Katastrophe plant die EASA weitere Verschärfungen.

Ein erweiterter Medical-Standard (Part-MED) soll Alkohol- und Drogentests für Piloten vorschreiben. Die Nachsorge bei psychiatrischen Vorerkrankungen soll verbessert werden, schreibt die EASA in ihrer Vorlage an die Europäische Kommission, die sich Ende des Jahres mit der Sache befassen wird.

Die EASA regt zudem an, Fliegerärzte besser zu trainieren und die behördliche Aufsicht über flugmedizinische Praxen und Einrichtungen zu verschärfen.

Pilotenverbände sehen die nach Flug 4U-9525 im Raum stehenden Maßnahmen kritisch. Die European Cockpit Association (ECA) verweist auf Daten der US-Luftfahrtbehörde FAA, nach denen bei Alkohol-Stichproben aus dem Jahr 2011 nur 0,044 Prozent der untersuchten Piloten positiv getestet wurden.

"Piloten werden in dieser Hinsicht ausgesprochen selten auffällig", schlussfolgert die ECA und regt als Alternative zu Stichproben Programme an, die an der ohnehin gegebenen, gegenseitigen sozialen Kontrolle im Multi-Crew-Cockpit ansetzen.

EASA Opinion 09/2016 vom 15. August 2016 zum Nachlesen
© aero.de | Abb.: Ingo Lang | 16.08.2016 14:40

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Beitrag vom 17.08.2016 - 19:21 Uhr
Die Rechnung ist kein Problem. Mir ging es darum, ob man 10 oder 20 oder 50 Piloten beanstandet hat. Bestimmt ist die Quote bei Autofahrern sehr viel höher, aber das ist eine andere Geschichte. Ich sprach von der 0,000 Prozent Quote, nicht vom 0,00 Promille Wert.
Beitrag vom 17.08.2016 - 18:22 Uhr
Das ist rechnerisch ganz einfach. 0,044% bedeuten 44 von 100 000 oder 22 von 50 000 oder 11 von 25 000. Da 11 Primzahl, gehts nicht weiter.

Allerdings bin ich weder 2011 noch irgendwann zuvor oder danach kontrolliert worden oder wüsste von einer Kontrolle. Mir war nur bekannt, dass die Niederländer Zufallskontrollen machen. Von anderen Ländern habe ich keine Infos. Insofern ist die Frage nach der Anzahl der Kontrollen schon berechtigt.

Aber auch jemand, der absolut nichts getrunken hat, kann 0,2 Promille haben durch natürliche Gärungsvorgänge im Magen. Daher liegt die Grenze der absoluten Fluguntüchtigkeit bei 0,2 Promille.
Beitrag vom 16.08.2016 - 15:00 Uhr
Die European Cockpit Association (ECA) verweist auf Daten der US-Luftfahrtbehörde FAA, nach denen bei Alkohol-Stichproben aus dem Jahr 2011 nur 0,044 Prozent der untersuchten Piloten positiv getestet wurden.
Interessant wäre, wie viele Kontrollen stattgefunden haben. Also wie viele Piloten in Summe aufgefallen sind. Einzige akzeptable Quote wären 0,000 Prozent.


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