Komplizierte Finanzierung
Älter als 7 Tage

Iran Air hofft auf Durchbruch bei Verhandlungen mit Airbus

Iran-Air-CEO Farhad Parvaresh und Airbus-Chef Fabrice Brégier
Iran-Air-CEO Farhad Parvaresh und Airbus-Chef Fabrice Brégier, © Airbus

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TEHERAN - Iran Air hofft auf die Unterzeichnung eines finalen Vertrags mit Airbus für den Kauf von 118 Flugzeugen bei neuen Verhandlungen in Teheran. Eine Delegation des Flugzeugbauers kommt nach Angaben von Transportminister Abbas Achundi noch diesen Monat nach Teheran.

Er hoffe, dass der Deal bis Ende des Jahres zum Abschluss komme, meldete die Nachrichtenagentur ISNA am Donnerstag.

Die 27 Milliarden US-Dollar (knapp 24 Mrd Euro) teure Großbestellung der Iraner lag seit mehr als zehn Monaten wegen der nicht geklärten Finanzierung auf Eis. Der Deal muss im Vorfeld vom amerikanischen Finanzministerium und insbesondere der US-Exportkontrollbehörde OFAC abgesegnet werden. Vorher kann der Iran das Geld nicht über europäische Banken überweisen.

Auch in den Verhandlungen mit Boeing gibt es nach Angaben des Ministers Fortschritte. Um seine veraltete Flotte zu modernisieren, hatte sich der Iran mit dem US-Flugzeughersteller auf den Kauf von 108 Maschinen geeinigt. Aber auch bei diesem Geschäft steht Achundi zufolge die OFAC-Zusage noch aus, weshalb der Vertrag noch nicht unterzeichnet werden konnte.

Trotz des Atomabkommens zwischen dem Iran und dem Westen im Juli 2015 und der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen im Januar 2016 sind die Probleme mit der OFAC und den Banken noch nicht ausgeräumt. Europäische Großbanken, die in den USA aktiv sind, schrecken vor Krediten bei Iran-Geschäften zurück, weil noch einige US-Sanktionen in Kraft sind.

Das Thema soll aber nach Angaben aus Teheran im September in New York bei erneuten Verhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland erläutert und gelöst werden.

Zu den bestellten Flugzeugen gehören nach Angaben von Airbus zwölf A380 und 16 A350-1000. Außerdem umfasse der Auftrag 21 Flugzeuge der A320ceo-Familie, 24 der A320neo-Familie, 27 A330ceo und 18 A330neo (A330-900).
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Airbus | 25.08.2016 13:42

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Beitrag vom 29.08.2016 - 15:09 Uhr
Wer steht hier auf der Bremse. Ich kann es mir schon denken. Es gibt einige, die das Geschäft nicht wollen, und ratet mal, wo diese sitzen. ;-((
Beitrag vom 25.08.2016 - 19:23 Uhr
Da die Neubestellungen ja nicht sofort in Teheran auf dem Rollfeld stehen werden, macht einen schnellen Einsatz einiger A340 - zumal.bei den derzeitigen Kerosinpreisen -, natürlich Sinn.
Man hätte wieder zuverlässiges Fluggerät in der Flotte, könnte die Piloten nach und nach auch auf den modernen Airbusgeräte umschulen.
Bei der Finanzierung der Gebrauchten gibt es wohl dieselbe Thematik wie bei den Neuen: ohne "Daumen hoch" der zuständigen Behörden fließt kein Geld.
Beitrag vom 25.08.2016 - 15:40 Uhr
Sollten da nicht vorab auch ein paar von den abgestellten A340 dabei sein?


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