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Neustart mit Jumbolino auf St. Helena

Testlandung Tronos Aviation Avro ARJ-100 Jet auf St.Helena Airport, © St Helena Gov.

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ST. HELENA - Gefährliche Scherwinde verhinderten auf dem neuen Südatlantik-Airport bis heute reguläre Linienflüge. Atlantic Star setzt nun auf Avro-Jets - und Landungen mit Rückenwind.

Erste Erprobungsflüge mit Boeing 737-800 Jets der südafrikanischen Comair im Frühjahr endeten mit einer vorläufigen Aussetzung des regulären Flugbetriebs bis mehr Daten über die meteorologischen Besonderheiten des exponierten Inselairports vorliegen.

Auch erste, für Mai und Juni dieses Jahres geplante Charterflüge nach London-Luton mussten auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Seit Beginn der Planungen des unter schwierigen geologischen Verhältnissen errichteten Inselflughafens arbeitet ein Team von Luftfahrtexperten an einem virtuellen Homecarrier, der die abgelegene Insel mit dem Rest der Welt verbinden soll.

Atlantic Star Airlines will für die rund 4.000 Inselbewohner einen verlässlichen Rund-um-die-Uhr Service für medizinische Notfälle aufbauen, sowie mehr Touristen in das britische Gebiet holen. Derzeit ist die Insel nur alle drei Wochen per Schiff erreichbar. Die Reisezeit nach Kapstadt beträgt fünf Tage, nach Südengland drei Wochen.

Mit der von Tronos Aviation durchgeführten Überstellung eines nach Südamerika verkauften Avro 100 Jets der Swiss kam Atlantic Star am vergangenen Freitag ihrem Ziel jetzt ein Stück näher. Der Jumbolino nutzte den St. Helena Airport für eine Zwischenlandung.

Anders als die größere Boeing 737 kann der viermotorige ARJ dank seiner STOL-Eigenschaften auf der kurzen Piste auch bei leichtem Rückenwind landen und damit den auf einem felsigen Hochplateau gelegenen Flughafen trotz vorherrschender Südwinde auch aus der Scherwind-freien Südrichtung anfliegen. Zwei Landungen auf der Piste 02 verliefen ohne Probleme.

Unabhängig von den Comair-Plänen (einmal wöchentlich nach Johannesburg) will Atlantic Star die Insel linienmäßig mit der 1.200 Kilometer nördlich liegenden Haupt-Insel des britischen Überseegebiets Ascension verbinden, sowie mit Zielen am afrikanischen Festland, darunter Windhoek in Namibia und Kapstadt in Südafrika.

Mehrmals jährlich sind auch Charterflüge nach London-Luton vorgesehen. Die Flugzeiten sollen trotz Zwischenstopp in Banjul (Gambia) nur zwölf Stunden betragen und die Flugpreise deutlich unter den Kosten einer Seereise liegen.
 
Laut Atlantic Star verhandelt die Airline mit BAe-Systems über Modifikationen der ARJ-100 für eine größere Reichweite.
© aero.at | 24.10.2016 17:25

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Beitrag vom 25.10.2016 - 11:04 Uhr
Und jetzt schreibe ich Depp auch noch die Insel falsch. Sie heißt "Ascension" nicht "Ascencion".
Beitrag vom 25.10.2016 - 11:02 Uhr
@Fluglaie: Dass der Inhalt des Artikels in Teilen offenbar falsch ist. Denn das Flugzeug kam eben nicht aus Asuncion, sondern aus Ascencion. Das mag ähnlich klingen, aber es ist ein Unterschied von etlichen tausend Kilometern. Genauso wie es falsch wäre zu sagen, dass ein Zug aus Wittenberg kommt, wenn er eigentlich aus Wittenberge kommt. Ersteres liegt in Sachsen-Anhalt, zweiteres in Brandenburg.

Und der Abflughafen des Flugzeugs ist ein wesentlicher Inhalt des Artikels. Alles andere würde doch suggerieren, dass Flüge von der Hauptstadt Paraguays nach St. Helena möglich sind und das ist falsch.
Beitrag vom 25.10.2016 - 09:10 Uhr
@gyps_ruepelli

Danke für die geographische Aufklärung, aber was hat das mit dem eigentlichen Inhalt des Artikels zu tun?


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