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UPS bestellt 14 neue Boeing 747-8 Vollfrachter

UPS Boeing 747-400
UPS Boeing 747-400 beim Start, © UPS, Archiv

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CHICAGO - Der US-Paketdienst UPS kauft beim Flugzeugbauer Boeing 14 Frachtmaschinen vom Typ 747-8. Beide Konzerne gaben den Milliarden-Deal am Donnerstag bekannt. Bei Boeing dürfte der Auftrag für Jubelstürme sorgen: Wegen lange ausbleibender Neubestellungen war in der Branche längst über das Ende des Jumbos spekuliert worden.

Laut UPS sollen die neuen Maschinen ab dem kommenden Jahr ausgeliefert werden. Und es könnten noch weitere 14 neue Jumbos hinzukommen.

Die Boeing-Aktie reagierte kaum auf die Nachrichten. Kurz nach Handelsstart in New York legte der Kurs um 0,13 Prozent zu.

Laut Preisliste haben die 14 fest bestellten Flugzeuge einen Gesamtwert von 5,3 Milliarden US-Dollar (4,9 Mrd Euro). Allerdings sind in der Branche hohe Rabatte üblich, besonders bei wenig gefragten Modellen. Durch die vereinbarten Kaufoptionen für weitere Jumbos könnte sich das Geschäftsvolumen für Boeing verdoppeln.

Für Boeing und viele Luftfahrt-Enthusiasten ist die Bestellung eine große Erleichterung. Der Jumbo-Jet mit der Typbezeichnung 747 gilt als "Königin der Lüfte". Seine Urversion hob erstmals in den 1960er Jahren ab. Bis der europäische Flugzeugbauer Airbus im neuen Jahrtausend seine doppelstöckige A380 an den Start schickte, war der Jumbo der größte Passagierjet der Welt.

Inzwischen sind die Riesenflieger beider Hersteller immer weniger gefragt. Fluggesellschaften setzen zunehmend auf mittelgroße Langstreckenflugzeuge, die sich auch auf weniger gefragten Strecken rentabel einsetzen lassen. Daher hatte Boeing seine Jumbo-Produktion zuletzt bereits auf sechs Maschinen pro Jahr gekappt. Ende Juli beerdigte das Management zudem den Plan, die Produktion in einigen Jahren wieder hochzufahren. Rivale Airbus beschloss im Sommer, die Produktion seines Flaggschiffs A380 ab 2018 mehr als zu halbieren - auf dann noch zwölf Maschinen pro Jahr.

Boeing setzt bei der 747-8 inzwischen vor allem auf die Frachtversion. Vor UPS hatte sich der russische Logistikkonzern Volga-Dnepr im Juli nach langer Auftragsflaute zum Kauf von 20 Fracht-Jumbos entschlossen. Vom noch größeren Airbus A380 wurde nie eine Frachtversion gebaut.
© dpa-AFX | 27.10.2016 15:32

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Beitrag vom 28.10.2016 - 21:33 Uhr
@ Kate du meinst sicher B748 und nicht B758 ;-)

ups sorry, korrigiert
Beitrag vom 28.10.2016 - 13:43 Uhr
"Der Logistikkonzern UPS hat 14 Cargo-Maschinen vom Typ Boeing 747-800F bestellt. Der Flughafenchef von Köln/Bonn, Michael Garvens, ist der Meinung, dass dieser Schritt mit der Gebührenpolitik seines Airports zusammenhängt.
...
Der Airport hatte die Gebühren für lautere Maschinen zuletzt 2013 erhöht. Flughafen-Angaben zufolge "sparen Fluggesellschaften bis zu eine Million Euro Start- und Landegebühren, wenn sie statt der lauteren MD11 moderne Maschinen wie die Boeing 747-800F anschaffen"

 http://www.airliners.de/airport-chef-garvens-747-bestellung-ups-gebuehrenpolitik/39915

@ Kate du meinst sicher B748 und nicht B758 ;-)
Beitrag vom 28.10.2016 - 10:36 Uhr
wenn man eine grobe Ahnung hat, wie es um die beiden Programme steht (B748,A388), und man daraus ableiten kann, welch starke Verhandlungsposition sich jetzt für potentielle Käufer ergibt: wie kann man mit dem Verkauf dann noch Gewinn machen bzw. freut sich ein Hersteller wirklich, dass man noch mal ein paar an den Mann gebracht hat? Das ändert ja nix an der Situation...

Der theoretische Listenpreis als Erfolgshinweis beim Verkauf ist ja wohl eher Realitätsverweigerung, und ein Verkauf unter Produktionskosten, wie einst bei den ersten zig B787 angeblich passiert, ist langfristig ja auch kein erstrebenswertes Geschäftsmodell.

Dieser Beitrag wurde am 28.10.2016 21:33 Uhr bearbeitet.


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