A350-900 in München
Älter als 7 Tage  

Erste Lufthansa A340-600 fliegt nach Marana

MÜNCHEN - Der Zulauf fabrikneuer Airbus A350 bei Lufthansa wirkt sich auch auf die Bestandsflotte aus. Mit dem Airbus A340-600, D-AIHM, trat nun der erste abzulösende Vierstrahler seine vielleicht letzte Reise nach Marana an, wo sich in der trockenen Wüste Arizonas der weltgrößte Flugzeugparkplatz befindet.

Der erst zehn Jahre alte Airbus A340-600, D-AIHM, "Wuppertal" startete am späten Vormittag des 24. Januar als Flug LH9922 in München und landete elfeinhalb Stunden später in Marana.

Lufthansa Airbus A340-600
Lufthansa Airbus A340-600 am Flughafen München, © Lufthansa

Hier dürfte das bisherige Lufthansa-Flugzeug auf Gebrauchtkäufer warten oder zur Weiterverwendung in Ersatzteile zerlegt werden. Der offizielle Status lautet derzeit "eingelagert".

Die Ausmusterung der vierstrahligen A340-600 fällt bei Lufthansa mit der Indienststellung der neuen A350-900 zusammen. Der neue Zweistrahler wird in München stationiert und tritt bis Mitte Februar seinen Liniendienst für Lufthansa an.

Mit 24 Flugzeugen, die in drei Losen bestellt wurden, gehörte Lufthansa zu den größten Betreibern der A340-600. Diese auf 75,3 Meter gestreckte Version war bei ihrer Einführung das längste Passagierflugzeug der Welt und wurde erst durch die Boeing 747-8 übertroffen.

Bis zu 306 Passagiere fanden an Bord Platz, womit der leise Vierstrahler nur 4,1 Liter auf 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchte.

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Martin Rogosz

Anfangs hatte Lufthansa die Economy-Class-Hauptküche und die Toiletten im hinteren Unterdeck untergebracht, so dass im Hauptdeck mehr Sitze eingebaut werden konnten. Eine Passagiertreppe im Rumpf ermöglichte den Abgang in die untere Etage.

Die aktuellen Kabinenversionen sind mit vier Klassen ausgestattet. Dagegen hat Lufthansa bei den neuen A350 auf eine First Class im Bug verzichtet.

Vergangenes Jahr stellte Lufthansa bereits acht A340-600 zum Verkauf.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: world-of-aviation.de, Björn Schmitt Aviation Photography | 26.01.2017 15:02

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Beitrag vom 09.06.2017 - 00:54 Uhr
vielleicht traut sich Airbus ja doch noch mal an die A380-900 heran. Wäre optisch mindestens genauso schön wie die A340-600 ;-)

wer weiß ...
Beitrag vom 07.06.2017 - 02:59 Uhr
@jasonbourne schrieb
Leider krankt die A340-600 an den unpassenden Triebwerken, sie war immer untermotorisiert.
Nicht der A340-600 hat Probleme mit Triebwerken (Trent 500). Die für den A340-300 vorgesehenen Triebwerke brachten nie die Leistung, welche Airbus wollte. So musste ja auch den Flügel verlängern und dinge weglassen um Gewischt zu sparen.

PS: Warum wird hier immer die “Schönheit“ des A340 hervorgehoben. Bei einem Verkehrsflugzeug zähl die Wirtschaftlichkeit und nicht die Schönheit, wofür sich eine Fluggesellschaft nichts kaufen kann.

Ja,ja - aber es gibt eben Geist - Geister - Schöngeistige. :-)
Und jeder ist etwas anderes!
Beitrag vom 07.06.2017 - 02:54 Uhr
@masw schrieb,
Ich vermute, dass die A340-300 sich aufgrund ihrer geringeren Kapazität flexibler einsetzen lässt als die A340-600. Abgeschrieben sind die Flieger eh und die A340-600 ist im Betrieb vielleicht pro Sitzplatz günstiger als die -300 aber sicher nicht pro Flugzeug. Und wenn LH dann die Zusatzkapazität nicht braucht ergibt das schon Sinn.
Die A340-300 sind abschrieben, da sie noch unter die 12 Jährige Abschreibung kamen, welche 2014 auf 20 Jahre erhöht wurde. Bei allen A340-600 ist sie nun 20 Jahre. Daher ist die Außerdienststellung eines 10 Jahre alten Flugzeug ein Verlustgeschäft.

Sicher nicht bei einem so großem Konzern wie Lufthansa. Denn ein solches Flugzeug bietet hervorragende Manövriermasse zur bilanzpolitischen Verwendung infolge von möglichen Sonderabschreibungen. Diese sind gewinnmindernd und erhöhen den Cash-flow, da nur Aufwand aber keine Ausgabe erfolgt. Die Gewinnminderung hilft zB bei überraschend fallenden Spritpreisen den Gewinnsprung abzufangen. Hilft aber auch zB gegenüber uneinsichtigen und sich sebst überschätzenden Piloten. Mit einer höheren Liquidität finanziert man zB neue Flugzeuge schlichtweg einfacher, billiger und bequemer.


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