Erster Start in Frankfurt
Älter als 7 Tage

Vereinigung Cockpit legt sich mit Ryanair an

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Ingo Lang

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FRANKFURT - Mit einer leichten Verspätung von 19 Minuten ist am Dienstag der erste Linienflug der irischen Ryanair aus Frankfurt gestartet. Die Boeing 737-800 mit der Flugnummer FR 4140 ist um 07.09 Uhr Richtung Mallorca abgehoben, wie der Flughafenbetreiber Fraport auf Anfrage berichtete.

Der Billigflieger hat zunächst nur zwei Jets am Heimatdrehkreuz der Lufthansa stationiert, das er lange wegen zu hoher Gebühren gemieden hatte. Damit werden zunächst vier Urlaubsziele in Spanien und Portugal angeflogen.

Auch mit Hilfe eines Fraport-Rabattprogramms für Neukunden soll die Flotte zügig ausgebaut werden. Bereits ab September werden 21 Ziele angeboten, ab Ende Oktober dann mit sieben Flugzeugen 24 Destinationen, darunter auch viele, die sich eher an Geschäftsleute richten.

Lufthansa und andere bereits in Frankfurt etablierte Gesellschaften haben mit scharfer Kritik auf das vom Land Hessen genehmigte Rabattprogramm reagiert und fordern gleiche Preise auf gleichen Strecken. Lufthansa hat Fraport zudem mit einer Klage gedroht.

Cockpit lässt Arbeitsverträge durchleuchten

Zuletzt hatte Condor-Chef Ralf Teckentrup der Fraport vorgehalten, die Kapazität des größten deutschen Flughafens passgenau für die Bedürfnisse des neuen Wettbewerbers auszubauen. Die Pilotenvereinigung Cockpit nimmt unterdessen das Bereederungsmodell von Ryanair unter die Lupe.

Cockpit unterstellt Ryanair "fragwürdige" Leiharbeitsmodelle, in denen Piloten letztlich scheinselbständig für die Iren fliegen. Jetzt lässt die VC die "Ich-AGs" in den Ryanair-Cockpits von der Deutschen Rentenversicherung auf Konformität mit deutschem Sozialversicherungsrecht prüfen.

"Wenn die Rentenversicherung entscheidet, Ryanair-Piloten als Scheinselbstständige einzustufen, wird Cockpit bei der Arbeitsagentur Anzeige erstatten", drohte Cockpit-Vorstandsmitglied Jim Phillips dem im "Spiegel".

Ryanair will dieses Jahr der zweitgrößte Fluganbieter hinter Lufthansa im deutschen Markt werden.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Ryanair | 28.03.2017 12:33

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Beitrag vom 08.04.2017 - 10:38 Uhr
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Bitte beim Thema VC und Ryanair bleiben.

Hallo Weideblitz (und andere Mods),
ich denke das Modell Ryanair (bzw. was der VC daran kritisiert) lässt sich nur unter Einbeziehung der gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Art Beschäftigungsmodelle sinnvoll diskutieren.
Klar hat Aero.de hier Hausrecht und kann Posts löschen, ich denke aber die Entscheidung on/off-topic sollte auch Debatten über Konsequenzen der Geschäftsmodelle zulassen, on-topic also etwas weiter fassen.
Gruß
Eric
Beitrag vom 06.04.2017 - 23:26 Uhr
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Bitte beim Thema VC und Ryanair bleiben.

Dieser Beitrag wurde am 07.04.2017 21:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.03.2017 - 11:12 Uhr
Wenn man sich mal die Lohnentwicklung der unteren 40% in den letzten Jahren anschaut, kann man leicht zu dem Ergebnis kommen: "wer immer nur billig, billig" kauft ist am Ende selbst "billig, billig". Allerdings setzt die Erosion eher von oben ein, sprich zuerst kaufen die billig, billig die es sich noch anders leisten könnten und für die unten bleibt dann am Ende nur noch prekäre Beschäftigung über.

Solange man sich (noch) weiter oben befindet, nimmt man gerne die positiven Auswirkungen der Globalisierung in Kauf. Aber siehe USA, dort wird inzwischen der Mittelstand weg erodiert. Alles nur eine Frage der Zeit. Von den speziellen Subventionierungen gerade im Bereich LCC profitiert der normale Bürger nicht sondern die Steuergelder fehlen für andere Aufgaben.

Lübeck war so ein Fall, jeden Bürger hat sie Subventionierung von Ryanair € 50 gekostet, man hat sogar eine Abstimmung durchgeführt und die Bürger wollten es so weil man dann ja einen eigenen Flughafen hat. Zusätzliches Geld vom Land kam noch hinzu, aber nun ist 0´leary weg und nichts mehr los dort. Nun hat Hamburg ihn angelockt, super....


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