AERO Friedrichshafen
Älter als 7 Tage

Tauge ich zum Verkehrspiloten?

FRIEDRICHSHAFEN - Blütenweißes Hemd, vier Streifen auf der Schulterund die obligatorische Ray-Ban-Sonnenbrille im Gesicht – auch wenn der Alltag als Airliner-Kapitän heute kaum mehr dem Klischee vom umschwärmten Helden entspricht, ist Pilot noch immer ein begehrter Beruf.

Die Voraussetzungen aber, um erfolgreich den Weg ins kommerzielle Cockpit zu gehen, sind hoch: Belastbarkeit, Konzentrations- und Multitasking-Fähigkeit, Teamfähigkeit und die Gabe, auch in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren, zeichnen die Profis am Steuerknüppel aus.

Auch wenn die Pilotenausbildung auf die Förderung dieser Eigenschaften bis zur Perfektion fokussiert ist, müssen Bewerber schon bei den Assessment Centers der Airlines nachweisen, dass sie über ein gewisses Maß davon verfügen.

Ob die jungen Besucher der AERO, die ihre berufliche Zukunft im Cockpit sehen, tatsächlich die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen, können sie dieses Jahr im Rahmen der Aktion "Be a pilot" herausfinden.

Be a pilot Screening Day auf der AERO Friedrichshafen
Be a pilot Screening Day auf der AERO Friedrichshafen, © aero.de

Am Stand des aerokuriers (A3-101) bieten die Messe Friedrichshafen und das Airline Test Trainings Center (ATTC) in Zusammenarbeit mit dem aerokurier und aero.de Interessierten die Möglichkeit, ein computergestütztes Screening zu durchlaufen. Dabei werden kapazitive, psychomotorische und kenntnisbasierte Leistungsbereiche aus der fliegerischen Potenzialabklärung überprüft. Das Angebot steht an allen vier Messetagen zur Verfügung und ist kostenfrei.

Zahlreiche Flugschulen vor Ort

Tests sind aber nicht alles, denn sie geben keine Auskunft darüber, wie der Arbeitsalltag eines Piloten aussieht oder welche Wege ins Cockpit führen.

Aber auch dafür haben die Organisatoren von "Be a pilot" gesorgt, denn wie in den Vorjahren sind im Foyer West und im Durchgang zur Halle A3 zahlreiche Flugschulen vor Ort – darunter bekannte Namen wie TFC Käufer, die in Kooperation mit Air Berlin ausbildet oder Aero Beta, eine große Flugschule am Stuttgarter Flughafen. Hier können sichdie Piloten von morgen aus erster Hand über den Ablauf der Ausbildung und die Kosten informieren.

Abgerundet wird das Angebot durch die Präsenz von Hochschulen, die luftfahrtspezifische Studiengänge wie beispielsweise Business Administration mit Vertiefung Aviation Management oder Aviation Business and Piloting - Technik und Wirtschaft in der Luftfahrt anbieten. Vielfach werden derartige Studiengänge heute mit einer Pilotenausbildung kombinert.

So haben Absolventen zwei berufliche Standbeine und können flexibel auf Angebote am Arbeitsmarkt reagieren. Die Fachleute an den Ständen geben gerne Auskunft zu Bewerbungsverfahren und Anforderungen. Und dass sogar Institutionen aus den USA Interesse an der Aktion "Be a pilot" haben, zeigt nicht zuletzt das Engagement der Embry Riddle Aeronautical University aus Daytona, Florida, die ebenfalls mit einem Stand vertreten ist.
© Lars Reinhold, aerokurier | Abb.: Messe Friedrichshafen | 30.03.2017 11:21


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#11579
Beitrag vom 28.03.2018 - 17:06 Uhr
Sorry, jetzt driften Sie etwas stark ab.
Daher geht man konsequent den Weg, alle Akteure zu sensibilisieren und da gehört der Crewbusfahrer genauso dazu wie auch der CPT.
Aber genau der CPT hat es nicht getan, warum auch immer. Er ist aber derjenige in der ersten Reihe und keine andere Person.
Solch eine Teilung wie sie sie hier fordern, ...
Welche Teilung denn? Ich schreibe von Ergänzung, zusätzlich also.
weil sie eine "Nicht mein Problem" Mentalität fördert
daher die klare Aufgabe an die Kontrolle vor jedem Flug, und nochmal: zusätzlich. Stichproben an Bord, im Transit, ebenfalls. Das Risiko erwischt zu werden ist das Mittel der Wahl.
Für die gesamte Flugsicherheit ist es essentiell, dass jeder die Augen offenhält und lieber einmal zuviel als einmal zuwenig etwas Auffälliges meldet.
Wunderbar, also gleich morgen die Kontrollstelle, zusätzlich zu den offenen Augen eines jeden. Wegen der Dunkelziffer und der damit eingehenden Gefährdung.
Von daher ist der Cargoloader genauso in der Lage einen angetrunkenen Piloten zu melden wie es auch der andere Pilot ist.
Schlimm aber wenn man sich auf den Cargoloader verlassen muss weil der CPT nichts bemerkt hat (oder nicht wollte).
vielleicht errinnern Sie sich an die Absturzserie der DC10 ganz zu Anfang ihrer Dienstzeit, das Problem der sich verbiegenden Betätigungshebel wurde von vielen Cargoloadern erkannt, aber niemand hörte auf sie und dann kam es zu dem wiederholenden Versagen der Frachttüren. (Gepaart mit einer gewissen Ignoranz von Seiten des Herstellers). Und nach ihrer Logik, wäre der Cargoloader auch nicht dafür befugt, diese Aufälligekit zu melden, denn die einwandfrei Funktion der Türen und Tore ist eigentlich Sache der Wartung.
Sie sagen doch selber wo das Problem war. Es wurde gemeldet, aber ignoriert. Was werfen Sie dem Loader also vor? An wen hatte er es gemeldet? Normalerweise bedient der Loader das Frachttor selbstständig und eigenverantwortlich, ohne dass die Wartung am Flugzeug ist. Kann man jeden Tag live beobachten an vielen deutschen Flughäfen. Wie ging denn die Geschichte am Ende aus? Wer hatte schuld? Aber wir weichen mal wieder etwas ab ...
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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