Regionalstrategie
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IndiGo mischt ihrer Flotte 50 ATR 72-600 bei

IndiGo Airbus A320neo
IndiGo Airbus A320neo, © Airbus S.A.S.

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NEU DELHI - Der größte indische Günstigflieger IndiGo nimmt kleinere Airports in das System auf und ändert dafür seine Flottenstruktur. IndiGo werde 50 ATR 72-600 Turboprop bestellen, sagte Airlinechef Aditya Ghosh am Dienstag. Die ersten werden bereits gegen Jahresende für IndiGo fliegen.

Eigentlich arbeitet IndiGo - streng nach Günstigflug-Katechismus - mit einer einheitlichen Airbus-A320-Flotte. Die Airline ist mit 410 Aufträgen für die A320neo und 20 bestellten A321neo aktuell sogar der größte Programmkunde.

Der indische Inlandsluftverkehr zählte 2016 rund 100 Millionen Passagiere und wächst jedes Jahr um etwa 20 Prozent. Jedoch verfügen längst nicht alle indischen Airports über die notwendige Infrastruktur für Airliner wie die A320 oder Boeing 737 und sind daher schwarze Flecken in den Airlinenetzen.

Indien stampft bis 2020 knapp 100 neue Airports aus dem Boden und schafft Anreize für Airlines, auch entlegene Ecken des Landes anzufliegen. Die Ticketpreise für einen einstündigen Regionalflug sollen im Gegenzug auf umgerechnet 35 Euro gedeckelt werden.

"Wir ziehen jetzt ein landesweites Regionalnetz auf und werden Städte verbinden, die bisher nicht am Wachstum der indischen Luftfahrt teilnahmen", sagte Ghosh. Bereits vor dem ATR-Deal sah IndiGo für das laufende Jahr einen Aufbau seiner Flottenkapazität um stramme 25 Prozent auf 170 A320 vor.

IndiGo wartet auf A320neo


Probleme mit den Triebwerken von Pratt & Whitney verlangsamen auch bei IndiGo den Aufbau der A320neo-Flotte. Die Airline hielt ihre Piloten an, mit der A320neo nicht über 30.000 Fuß zu steigen, um vorzeitigem Verschleiß im PW1100G vorzubeugen. Laut Airbus betreibt IndiGo aktuell 20 A320neo.

Mit Ablauf des Geschäftsjahrs 2017/2018 werde der Flugzeugpark 47 A320neo umfassen, sagte Ghosh. Das Schlussquartal 2016/2017 (31. März) schloss IndiGo mit umgerechnet 68 Millionen US-Dollar Reingewinn ab.

Die ATR 72-600 ist für 68 bis 78 Passagiere ausgelegt und erzielt 900 Meilen Reichweite. IndiGo will sich alle 50 Flugzeuge bis 2019 liefern lassen. Verfolger Spicejet setzt in seinem Regionalsystem Bombardier Q400 ein.

Der Auftrag gibt ATR Rückenwind, nachdem das Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Leonardo letztes Jahr nur 36 Neuaufträge einwerben konnte. Im Vorjahr setzte ATR 76 Flugzeuge ab.
© aero.de | Abb.: ATR | 09.05.2017 16:52

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Beitrag vom 10.05.2017 - 21:08 Uhr
Ja stimmt :D
Beitrag vom 10.05.2017 - 21:04 Uhr
Catering ist links und Tankanschluss meines Wissens nach auch ;) Lasse mich da aber gerne belehren.
Na sag ich doch ;-) Sie meinen sicherlich rechts.
Beitrag vom 10.05.2017 - 19:27 Uhr
Catering ist links und Tankanschluss meines Wissens nach auch ;) Lasse mich da aber gerne belehren.


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