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Etihad Airways lotet Verkauf von Air-Berlin-Aktien aus

Air Berlin Airbus A319
Air Berlin Airbus A319, © Michael Lassbacher

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ABU DHABI - Etihad Airways arbeitet an einer Exit-Strategie für Air Berlin. Die Airline stehe vor der Vergabe von Beratermandaten und werde strategische Optionen für ihre Air-Berlin-Aktien - einschließlich der Möglichkeit eines Verkauf - prüfen, stachen Insider an die Nachrichtenagentur "Bloomberg" durch.

Das Projekt sei Teil einer Bestandsaufnahme, mit der Etihad Airlinebeteiligungen in Schieflage neu ordnen will. Es seien noch keine Entscheidungen getroffen. Etihad und Air Berlin lehnten Stellungnahmen ab.

Air Berlin ist an der Börse noch 109 Millionen Euro wert und Etihad hält seit 2011 29,2 Prozent der Aktien im heutigen Wert von rund 32 Millionen Euro. An Air Berlin vergebene Kredite und Anleihekäufe eingerechnet, stehen für Etihad allerdings rund zwei Milliarden Euro auf dem Spiel.

Auf Air Berlin lasten 1,12 Milliarden Euro Nettoverbindlichkeiten und ein negatives Eigenkapital von 1,78 Milliarden Euro wie Blei. Nachdem 2016 ein erneuter Verlust in Rekordhöhe von 782 Millionen Euro auflief, entschied sich Etihad Airways zu einer Dreiteilung der Airline.

Air Berlin vermietet 38 Airbus A320 bereedert an Lufthansa und spaltet NIKI in ein Gemeinschaftsunternehmen mit TUIfly vom Rumpf ab. Lufthansa-Chef Carsten Spohr signalisierte Anfang Mai Interesse an einer Komplettübernahme von Air Berlin, sofern die "Schuldenfrage" zuvor "in Abu Dhabi" gelöst werde.

Etihad Airways räumte Air Berlin im April einen weiteren Kredit über 350 Millionen Euro ein und sicherte der Airline auch die nächsten 18 Monate finanzielle Rückendeckung zu.

Etihad Airways setzte in diesem Monat zudem ihren langjährigen Vorstandschef James Hogan ab, der als Architekt der fehlgeschlagenen Beteiligungsstrategien bei Air Berlin und Alitalia gilt. Vorerst leitet jetzt Etihad-Manager Ray Gammell die nationale Airline der Vereinigten Arabischen Emirate.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Michael Lassbacher | 27.05.2017 11:22

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Beitrag vom 07.06.2017 - 01:18 Uhr
Was für grauenvolle Journalisten, die die deutsche Sprache nicht mehr beherrschen.

"Auf Air Berlin lasten 1,12 Milliarden Euro Nettoverbindlichkeiten und ein negatives Eigenkapital von 1,78 Milliarden Euro wie Blei." Diese Aussage ist schlicht Schwachsinn. Das sogar in doppelter Hinsicht. Denn es gilt in der Bilanz ein Saldierungsverbot (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Was sind denn bitte Nettoverbindlichkeiten? Da müßte es auch Bruttoverbindlichkeiten geben. Gibt es aber nicht.

Das Gegenteil von Eigenkapital ist nicht "negativ" sondern schlicht Fremdkapital. Denn auch Gesellschafterdarlehen sind kein Eigenkapital sondern eben Darlehen und Darlehen sind eben auch Fremdkapital. Auch ein Rangrücktritt zur Beseitigung einer Überschuldung ändert daran nichts. Auch bilanziell ist es Fremdkapital mit einem notfalls nötigen Ausgleichposten auf der Aktiva, der lautet "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag". Alles andere zeigt nur sprachliches, bilanzielles und damit auch geistiges Unvermögen.

Dieser Beitrag wurde am 07.06.2017 01:20 Uhr bearbeitet.


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