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Easyjet zieht sich aus Hamburg zurück

easyJet Airbus A320
easyJet Airbus A320, © Airbus S.A.S.

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HAMBURG - Der Günstigflieger Easyjet zieht sich im kommenden Jahr vom Hamburger Flughafen weitgehend zurück. Die bislang fest stationierten Jets würden abgezogen und rund 130 Arbeitsplätze in Hamburg gehen verloren, teilte die Fluglinie am Dienstag in der Hansestadt mit.

Aktuell gebe es keine Änderungen im Flugplan, doch im kommenden Jahr würden die Kapazitäten um rund 70 Prozent verringert. Gegenwärtig fliegen jährlich rund 1,5 Millionen Passagiere mit Easyjet von und nach Hamburg. Im nächsten Jahr soll es dann noch eine halbe Million sein.

Hintergrund für die Entscheidung seien Überkapazitäten auf verschiedenen Strecken am Hamburger Airport, sagte eine Sprecherin. Easyjet bedient ab Hamburg gegenwärtig bis zu 120 Flüge pro Woche zu 30 Zielen.

Das Unternehmen hat drei Jets dauerhaft in der Hansestadt stationiert, im Sommer teilweise auch vier. Den Mitarbeitern sollen Arbeitsplätze an anderen Easyjet-Standorten angeboten werden.

Easyjet fliegt den Hamburger Flughafen seit 2005 an und hat sein Angebot mit der Eröffnung einer eigenen Basis erst 2014 kräftig ausgeweitet. "Wir wollten Nummer eins oder zwei sein, waren aber nur Nummer vier", sagte die Sprecherin. Es gebe ein Überangebot an Fluglinien, die zum Teil die gleichen Strecken bedienen.

"Easyjet wird in Hamburg weiterhin eine wichtige Rolle spielen und auch zukünftig seine Geschäfts- und Freizeitreisenden befördern", hieß es in der Mitteilung.

Der Hamburger Flughafen hat bei den Passagierzahlen vor allem dank der Billigflieger in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Nicht nur Easyjet, auch Ryanair und Germanwings und kleinere Anbieter wie Norwegian nutzten den Airport für ihre Expansion in Norddeutschland. Welche Flüge Easyjet im kommenden Jahr streichen wird, ist noch nicht bekannt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Easyjet | 06.06.2017 17:59

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Beitrag vom 07.06.2017 - 09:54 Uhr
Hier steht ein wenig zur Begründung warum U2 die Basis in Hamburg schließt.
 http://www.aerotelegraph.com/easyjet-schliesst-basis-in-hamburg
Beitrag vom 07.06.2017 - 02:14 Uhr
Bitte niemals anhand der Auslastung auf die Profitabilität schließen! Ist einer der Kardinalfehler in der Luftfahrt.

Nur ein anschauliches Beispiel dafür ist Air Berlin, die seit Jahren mit fast vollen Fliegern fliegt und verbrennt Millionen von Euro.

Wenn man pro Gast zum Beispiel 15€ verliert, was nützt ein voller Flieger...

Bei den Masochisten in Berlin ist alles möglich und Air Berlin heißt nicht nur so, sondern hat auch ihren Sitz in Berlin. Haben die in Berlin doch jetzt tatsächlich den 5. Jahrestag der (Nicht-)Eröffnung vom BER gefeiert. So viel Dämlichkeit gibt es nur in Berlin. Aber was soll es, die Berliner Schnauze ist schon seit Jahrzehnten weltberühmt und die Geschichten setzen sich fort.
Beitrag vom 07.06.2017 - 02:06 Uhr
Das wundert mich aber. Bin häufig HAM-ATH geflogen und der Flieger war jedes mal voll.

Die Auslastung alleine ist kein Kriterium. Wenn der Durchschnittsertrag nicht hoch genug ist, wird auch beim vollen Flug Geld verloren.
Was mich wundert ist das Easyjet sich trotz Brexit aus HAM zurück zieht anstatt zu versuchen den Ertrag zu verbessern.


Was hat das mit dem Brexit zu tun?

Das einzige was zählt ist der Gewinn und das heißt Umsatz minus Kosten müssen auf Dauer einen positiven Betrag ergeben. Anderfalls sind Auslastung, Durchschnittsertrag, etc. Schall und Rauch. Und wer regelmäßig bei einem ausgelasteten Flugzeg Geld verliert wird die Flugroute sehr schnell einstellen, so er nicht von der Insolvenz träumt, wie zB eine Air Berlin.


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