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Experten sehen Lufthansa 2017 auf Rekordkurs

Lufthansa Airbus A320
Lufthansa Airbus A320, © world-of-aviation.de Björn Schmitt Aviation Photography

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FRANKFURT - Die Lufthansa fliegt auf Rekordkurs. Während der Vorstand um Konzernchef Carsten Spohr den Wortlaut seiner operativen Gewinnprognose für 2017 vor zwei Wochen vergleichsweise vorsichtig anhob, haben Analysten ihre Erwartungen bereits kräftig nach oben geschraubt.

Ihnen zufolge dürfte der Dax -Konzern im operativen Geschäft im laufenden Jahr rund eineinhalb mal so viel verdienen wie im Vorjahr - und damit so gut wie nie zuvor. Die Lufthansa will ihren Halbjahresbericht am Mittwoch (2. August) vorlegen.

Seit der Prognoseerhöhung des Vorstands Mitte Juli haben einige Analysten ihre Erwartungen bereits überarbeitet. Im Schnitt erwarten diese von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Branchenexperten für das laufende Jahr jetzt einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 2,65 Milliarden Euro. Das wären 51 Prozent mehr als die 1,75 Milliarden aus dem Jahr 2016.

Die Lufthansa selbst hatte bisher einen leichten Rückgang angekündigt und geht seit der jüngsten Prognoseerhöhung nun von einem Ergebnis über Vorjahr aus. Vorstandschef Spohr hatte schon im Juni von einem Rekord-Sommer geschwärmt. Für das zweite Halbjahr sagte das Management zuletzt jedoch keine großen Ergebnissprünge mehr voraus.

Bei den Vorausbuchungen für das reisestarke dritte Quartal habe sich der Ausblick im Passagiergeschäft stabilisiert. Die Ticketpreise dürften in der zweiten Jahreshälfte jedoch niedriger ausfallen als ein Jahr zuvor.

Gut lief es zuletzt nicht nur im Passagiergeschäft samt der Lufthansa-Billigmarke Eurowings, sondern voraussichtlich auch bei der länger gebeutelten Frachtsparte Lufthansa Cargo. Konzernweit stieg der Umsatz von 15 Milliarden auf 17 Milliarden Euro. Seinen operativen Gewinn verdoppelte der Konzern nahezu auf 1,04 Milliarden Euro.

Die um 223 Millionen Euro gestiegenen Treibstoffkosten machte die Lufthansa damit mehr als wett. Offen ist von den Quartalszahlen vor allem noch das Nettoergebnis.

Die Mehrausgaben für Kerosin hängen mit der Ausweitung des Flugangebots zusammen. Seit der Komplettübernahme von Brussels Airlines im Januar muss die Lufthansa mehr Flugzeuge betanken, konnte aber auch mehr Flugtickets verkaufen.

Das gilt auch für mehr als 30 Airbus-Jets von Air Berlin, die seit diesem Frühjahr samt Besatzung vor allem für die Lufthansa-Billigmarke Eurowings an den Start gehen. Dank der zusätzlichen Maschinen hat der Lufthansa-Konzern die Zahl der Passagiere im ersten Halbjahr um 17 Prozent auf fast 60 Millionen gesteigert.

Eurowings kratzt an schwarzen Zahlen


So konnte auch die Passagiersparte ihr operatives Ergebnis in den ersten sechs Monaten in etwa verdoppeln. Gleiches galt für die übrigen Konzernbereiche Cargo, Technik und Bordverpflegung, wenn man ihre Ergebnisse zusammenrechnet. Eurowings soll trotz der enormen Anfangsinvestitionen für den Geschäftsausbau aller Voraussicht nach schon in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen fliegen, wie Spohr ankündigte.

Für Cargo, Technik und Bordverpflegung stellte Spohr für die zweite Jahreshälfte insgesamt ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau in Aussicht. Cargo-Chef Peter Gerber hatte schon zuvor von einem sehr guten Geschäftsverlauf berichtet. Im Vorjahr war die Frachtsparte in die roten Zahlen geflogen. Auch für 2017 hatte das Cargo-Management bislang einen Verlust angekündigt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 01.08.2017 08:10

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Beitrag vom 03.08.2017 - 21:25 Uhr
# Boeing757767

Danke, guter Beitrag.
Beitrag vom 02.08.2017 - 18:02 Uhr
Tja und ich vermisse die ganzen "Nieder mit den habgierigen Piloten" Vertreter, die meinten man solle sie alle rauswerfen, denn die Gewerkschaft und die blinden Piloten in ihrer Gier würden den Konzern vernichten.
Soso, geht ja voll den Bach runter.

Hmm, hatte die Piloten und deren Wirtschaftsprüfer der VC doch nicht unrecht, als man sagte, dass die ganzen Drohgebärden der GF Unsinn sind und man locker solch eine Forderung aufstellte. Und die ganzen Streikkosten, die den Konzern plätten. Hmm....

Gott sei Dank ist die Piloten Gesamtlösung noch nicht unterzeichnet!

Solch ein Ergebnis und dann Betriebsrenten schmälern zu wollen, Übergangvsersorgungen zu radieren und eine Minimalgehaltserhöhung für die letzten / kommenden Jahre ( dazu noch im üppigen im Vergleich zur GF Erhöhung der letzen Jahre )

Da ist Weiterverhandeln Schwachsinn.

Entweder die GF legt nach !, oder das wird nichts ! Da sollten sich die andern MA Gruppen auch mal kurzschliessen. Statt jammern, was man gegeben hat, Möglichkeiten nutzen und sich nicht immer wieder und wieder von vorne rein Platt machen lassen.

Die Gesamtlösung muss bei den Piloten Gott sei Dank auch abgestimmt werden, und da sehe ich gerade sehr sehr schwarz.....

Und ja, natürlich sind dann die Piloten wieder die, die den Konzern ruinieren. Ja nee is klar.





Dieser Beitrag wurde am 02.08.2017 18:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.08.2017 - 10:54 Uhr
Ich vermisse hier die üblichen kritischen Beiträge vom Forums Kranich. Der ist ja sonst sofort zur Stelle wenn es um LH geht. Jetzt scheinen die Zahlen scheinbar zu gut zu sein oder er ist im Urlaub ;)


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