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Ryanair will Air Berlin in die Bücher gucken

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Ingo Lang

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BERLIN - Michael O`Leary empört sich über ein "abgekartetes Spiel" auf dem deutschen Airlinemarkt, sollte Lufthansa größere Teile der insolventen Air Berlin übernehmen. Jetzt will sich der Ryanair-Chef ein eigenes Lagebild vom Sanierungsbedarf bei Air Berlin verschaffen, aber Zweifel sind angebracht.

"Wir wären sehr froh, für die gesamte Air Berlin zu bieten", sagte O`Leary der Nachrichtenagentur "Reuters" am Dienstag. "Aber wir wissen nicht, wie hoch der Sanierungsbedarf ist, wie viel Geld sie verliert und warum sie so Geld in einem Markt verliert, in dem wir Gewinne erzielen."

Ryanair erlangte nach eigener Darstellung erst nach der Insolvenz von Air Berlin am 15. August Kenntnis von einem Datenraum, in dem Air Berlin seit Mai ihre Bücher für potenzielle Partner geöffnet hat. Laut "Handelsblatt" machten seither zehn Interessenten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

"Herr O`Leary ist herzlich eingeladen, uns bei der Erhaltung von Arbeitsplätzen zu helfen", reagierte ein Air-Berlin-Sprecher auf den Vorstoß aus Dublin. An dessen Ernsthaftigkeit wird man nicht nur in Berlin Zweifel haben, denn Ryanair sieht sich und andere von Lufthansa hinter die Fichte geführt.

"Künstlich erzeugte Insolvenz"


"Diese künstlich erzeugte Insolvenz ist offensichtlich aufgesetzt worden, damit Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin übernehmen kann und dies widerspricht sämtlichen Wettbewerbsregeln von Deutschland und der EU", legte Ryanair erst vergangene Woche bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde ein.

Gleichwohl will O`Leary - mit rund 120 Millionen Jahrespassagieren größter Fluganbieter in Europa - die Konsolidierung der Airlinelandschaft nicht länger von der Seitenlinie verfolgen. So gehört Ryanair nach eigenen Angaben zum Bieterkreis für das Kurzstreckengeschäft der ebenfalls insolventen Alitalia.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Ryanair | 23.08.2017 10:32

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Beitrag vom 23.08.2017 - 14:21 Uhr
Als vor Monaten Herr Winkelmann offen darüber gesprochen hatte, dass AB mit Partnern und Investoren den Kontakt sucht, haben Mol und intro nicht reagiert. Jetzt gucken sie dumm aus der Wäsche.
Beitrag vom 23.08.2017 - 13:05 Uhr
Sollten nicht längst auf Betreiben der VC und der Ministerin Nahles die Beschäftigungspraktiken Der Reierair durchleuchtet werden? Gibt es Infos über den Fortgang?
Beitrag vom 23.08.2017 - 11:28 Uhr
Das der nicht weiß, warum AB auf dem gleichen Markt, in dem er Geld verdient, Geld verbrennt. Mein lieber Scholli, da habe ich ja vor lauter Lachkrampf grade fast mein Frühstücksbrot auf den Monitor gespuckt.... Glaubt der, was der da labert eigentlich selbst?

AB bezahlt seine Mitarbeiter angemessen(er), zieht nicht wie eine Heuschrecke von Airport zu Airport solange es Subventionen gibt, nutzt keine dubiosen Beschäftigungsmodelle und zahlt doch glatt auch noch Steuern und Sozialabgaben in Deutschland....

Junge Junge, da bleibt einem echt die Spucke weg.


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