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Lufthansa koppelt Meilen an den Flugpreis

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa ändert die Vergabe von Prämienmeilen an Teilnehmer des Vielflieger- und Prämienprogramms Miles & More. Die Meilengutschrift richtet sich ab März 2018 vor allem nach dem Flugpreis.

In die neue Meilenformel rechnet Lufthansa den Ticketpreis plus Zuschläge und den Vielfliegerstatus der Programmteilnehmer ein.

Bisher waren die Buchungsklasse beziehungsweise die Buchungsklasse und die Flugstrecke für die Höhe der Gutschrift ausschlaggebend. Miles & More-Teilnehmer erhalten in Zukunft entsprechend ihres individuellen Buchungs- und Flugverhaltens vier bis sechs Prämienmeilen pro Euro.

Die neue Vergabepraxis gilt für Flüge mit Lufthansa, Swiss, Austrian, Brussels Airlines und Eurowings sowie für alle weiteren Miles & More-Partnerairlines, sofern das Flugticket von einer Airline der Lufthansa Group ausgestellt wurde.

Vier Prämienmeilen pro Euro

Das bedeutet im Einzelnen, dass Miles & More-Teilnehmer auf Flügen mit den genannten Airlines in Zukunft grundsätzlich vier Prämienmeilen pro Euro sammeln. Teilnehmer mit Vielfliegerstatus erhalten auf Flügen mit Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines sowie United Airlines und Air Canada sechs Prämienmeilen pro Euro.

Statusteilnehmer bekommen auf Flügen mit den Netzwerk-Airlines und den transatlantischen Joint-Venture Partnern dementsprechend einen Prämienmeilenbonus, der sich zudem von bisher 25 Prozent auf dann 50 Prozent verdoppelt.

Gleiches gilt für die Fluggesellschaften Adria Airways, Air Dolomiti, Croatia Airlines und LOT Polish Airlines, deren eigenes Vielflieger- und Prämienprogramm Miles & More ist.

Bei Eurowings fünf Prämienmeilen für Statusteilnehmer

Auf Flügen mit Eurowings, Brussels Airlines und den weiteren Miles & More-Partnerairlines bleibt der Prämienmeilenbonus wie bisher bei 25 Prozent, sodass Statusteilnehmer hier fünf Prämienmeilen pro Euro sammeln.

Voraussetzung für die neue Prämienmeilenvergabe ist immer, dass die Flugtickets von einer Lufthansa Group Airline und nicht von einer anderen Fluggesellschaft ausgestellt wurden.

Von der neuen Prämienmeilenvergabe unberührt bleiben der Vielfliegerstatus der Teilnehmer, damit verbundene Privilegien und die Vergabe von Statusmeilen. Auch ändert die Umstellung grundsätzlich nichts an der Anzahl der Prämienmeilen, die von den Airlines insgesamt ausgegeben werden, und der Verfügbarkeit von Flugprämien.

Mit der Umstellung setzt die Lufthansa Group eigenen Angaben zufolge auf ein variables System zur Vergabe von Prämienmeilen, das die Höhe der vergebenen Meilen an den Ticketpreis koppelt.

Prämienmeilen nicht mehr von Buchungsklasse abhängig

Die derzeitige, von der Buchungsklasse beziehungsweise der Buchungsklasse und der Entfernung abhängige Prämienmeilenvergabe entfällt auf Flügen mit den Lufthansa Group Airlines weitestgehend.

Prämienmeilen werden in Zukunft lediglich in Ausnahmefällen nach der bisherigen Praxis vergeben. Dazu kommt es nur dann, wenn Miles & More-Teilnehmer mit einer Lufthansa Group Airline reisen, das Flugticket jedoch von einer Fremdairline ausgestellt wurde oder Bestandteil einer Pauschalreise ist.

Wird der Flug bei einer der übrigen Miles & More-Partnerairlines gebucht und von einer dieser Airlines durchgeführt, sammeln Teilnehmer Prämienmeilen ebenfalls wie bisher.

Die neue Vergabepraxis findet erstmalig zum 12. März 2018 Anwendung. Kunden der Lufthansa Group Airlines und Teilnehmer des Miles & More Programms haben damit laut Lufthansa ausreichend Zeit, die Umstellung auf die neue Meilenvergabe in ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen.

Für Tickets, die bis zum 12. März 2018 gebucht werden, erfolgt die Meilenvergabe nach der bisherigen Praxis – auch, wenn die Reise am oder nach dem Stichtag angetreten wird.

Die Höhe der pro Flug vergebenen Prämienmeilen wurde in der Vergangenheit wiederholt an die Entwicklung der Ticketpreise angepasst und insbesondere in den günstigen Buchungsklassen abgesenkt.

Die neue Praxis führt zu einer automatischen Prämienmeilenvergabe entsprechend des Umsatzes, der durch den Ticketkauf erzeugt wird. Die Lufthansa Group Airlines schaffen dadurch eigenen Angaben zufolge Kontinuität bei der Prämienmeilenvergabe.

Die Vergabe von Statusmeilen basiert demnach auch künftig maßgeblich auf der Flugstrecke, mit dem Vielfliegerstatus verbundene Privilegien bleiben bestehen.
© aero.de | 11.12.2017 13:49

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Beitrag vom 12.12.2017 - 22:40 Uhr
Nun habe ich diese "Neuerungen nur zum Wohle der Kunden" für meine üblichen Strecken einmal ganz kurz durchkalkuliert: Da zeigt sich, dass der "Verlust" an Prämienmeilen mit wachsender Buchungsklasse (in Business, "Y" konnte man ja bisher schon für Meilensammeln völlig vernachlässigen; wer Klassen kaufte, in denen es sich langsam lohnte, konnte für den Preis schon fast Business buchen) immer größer wird, d.h. für meine Strecken in "P" bekomme ich statt bisher ca. 18tm jetzt nur noch 12tm, in "Z" statt bisher ca. 26tm nur noch ca. 14tm, und würde ich "C/D/J" buchen, kämen statt bis ca. 35tm nur noch ca. 18tm, also hier fast nur noch die Hälfte zusammen. Was daraus zu folgern ist, möge sich nun jede/r denken (ich halte mich an dieser Stelle lieber bedeckt ...) ...

Nadann hoffe ich aber mal, dass vorher auch die Steuern und Gebühren (Nicht aber die Extra-Zuschläge rausgerechnet worden sind),
dann wird es vlt noch schlechter. Die 5 Sterne Airline versteht es prächtig, loyale Kunden zu vergraulen. Ja, die 15 Round-Trips
schafft man wohl, so habe ich dieses Jahr meinen Status verlängert. An die geforderten Meilen bin ich aber nicht im Ansatz
rangekommen. Nun wird es noch schwieriger. Und es dauert noch länger, einen vernünftigen Prämienflug zu "ergattern".
Eco-Flüge in die USA verbieten sich ja. Ich hatte letztens mal geschaut. 55000 Meilen zzgl. Steuern und Gebühren. Da
war ein reguläres "Use it or Loose it" Ticket beim Kranich günstiger als dieSteuern und Gebühren - ohne zusätzliche Meilen.
Aber man kann es sich wohl sehr gut leisten, einen Kunden so offensichtlich für "xxxxx" zu verkaufen.

Wie gesagt, ich bin durchaus angetan von der Leistung der LH in der Kabine und von Prozessen, die e mir recht einfach
machen, mit LH zu fliegen.... Aber es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, der Kunde stehe nicht im Vordergrund.

Schade eigentlich. Lieber lasse ich Geld beim Kranich, als es einer Sandkasten Airline zu geben.... Aber so?



Dieser Beitrag wurde am 12.12.2017 22:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.12.2017 - 19:32 Uhr
Nun habe ich diese "Neuerungen nur zum Wohle der Kunden" für meine üblichen Strecken einmal ganz kurz durchkalkuliert: Da zeigt sich, dass der "Verlust" an Prämienmeilen mit wachsender Buchungsklasse (in Business, "Y" konnte man ja bisher schon für Meilensammeln völlig vernachlässigen; wer Klassen kaufte, in denen es sich langsam lohnte, konnte für den Preis schon fast Business buchen) immer größer wird, d.h. für meine Strecken in "P" bekomme ich statt bisher ca. 18tm jetzt nur noch 12tm, in "Z" statt bisher ca. 26tm nur noch ca. 14tm, und würde ich "C/D/J" buchen, kämen statt bis ca. 35tm nur noch ca. 18tm, also hier fast nur noch die Hälfte zusammen. Was daraus zu folgern ist, möge sich nun jede/r denken (ich halte mich an dieser Stelle lieber bedeckt ...) ...
Beitrag vom 12.12.2017 - 16:47 Uhr
Wann setzt LH (5 Sterne-Airline) eigentlich mal eiegene Ideen um und zieht nicht immer nur nach.


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