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Ryanair rechnet mit Flugausfällen über Ostern

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Ryanair

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BRÜSSEL - Ryanair liegt mit Piloten in Irland und Portugal über Kreuz und schließt Flugausfälle während der Ostertage nicht aus. Auch im Sommer drohten Beeinträchtigungen, da sich Gespräche mit Gewerkschaften in die Länge ziehen, baute Airlinechef Michael O`Leary am Dienstag in Brüssel vor.

Im vergangenen Herbst hatte Ryanair den Flugplan wegen fehlender Piloten-Kapazitäten straffen müssen - die Piloten erkannten ihre Chance und zwangen O`Leary zum ersten Mal in der Geschichte des irischen Günstigfliegers an den Verhandlungstisch.

Die Anerkennung von Personalvertretungen ist ein Paradigmenwechsel für Ryanair, in dem O`Leary auch Chancen für das Unternehmen sieht. "Einer der Vorteile der Anerkennung von Gewerkschaften ist, dass sich Frankreich und Skandinavien jetzt geöffnet haben", sagte O`Leary laut "Reuters".

Laut Ryanair zeichnen sich in Tarifgesprächen mit Pilotenvertretern in Großbritannien, Spanien und Italien Lösungen ab. Für Deutschland kündigte die Airline ein weiteres Gespräch mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit in der nächsten Woche an.

Der Prozess laufe in Deutschland etwas langsamer als in anderen Ländern, werde aber in den nächsten Monaten abgeschlossen. "Die Zukunft in Deutschland werden Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften sein", sagte Airlinemanager Peter Bellew. Er betonte, Ryanair habe ausreichend Piloten.

Bis Jahresende werde man rund hundert frühere Air-Berlin-Piloten unter Vertrag genommen haben.

Ryanair will grundsätzlich nur mit Gewerkschaften vor Ort verhandeln, die europäische Vertretung ihrer Piloten in Gestalt des EERC erkennt Ryanair nicht als Tarifpartner an. Der EERC hatte O`Leary vergangene Woche einen Rücktritt nahegelegt, nachdem erfahrene Ryanair-Piloten die Airline - so zumindest die Darstellung der Organisation - weiterhin in Scharen verließen.

737 MAX 200 ab 2019

Ryanair erwartet im laufenden Geschäftsjahr 131 Millionen Passagiere und will weiter rasant wachsen. Die Airline stockte ihren Auftrag für die Boeing 737 MAX 200 2017 um zehn auf 110 Flugzeuge auf. Die ersten 197-Sitzer - eine Spezialausführung der 737 MAX 8 für Günstigflieger - treffen Anfang 2019 bei Ryanair ein.

Zeitgleich hält der irische Preisbrecher Optionen auf 100 weitere 737 MAX 200 in der Hinterhand. Laut "Reuters" geht O`Leary davon aus, "ziemlich alle" Optionen einzulösen, um seine Wachstumsziele zu erreichen: spätestens 2024 will Ryanair mehr als 200 Millionen Passagiere pro Jahr fliegen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Ryanair | 06.03.2018 12:34


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