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Leiser Koloss: der "Fliegende Wal"

Erstflug der Airlander 10
Erstflug der Airlander 10, © Hybrid Air Vehicles

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PARIS - Frankreich ist in das weltweite Rennen um die Entwicklung eines Transport-Luftschiffs eingestiegen. Der 152 Meter lange "Fliegende Wal" soll dazu dienen, Holz aus entlegenen Waldregionen zu transportieren. Das Neue daran: das Luftschiff soll 60 Tonnen tragen, ohne festmachen zu müssen.

Das Unternehmen "Flying Whales" tritt gemeinsam mit dem Rüstungsgiganten Lockheed Martin und einer Reihe kleinerer Akteure an. "Flying Whales" hat bereits 200 Millionen Euro eingesammelt. Im Jahr 2021 will es an die Börse gehen - für diesen Zeitpunkt ist auch der erste Flug geplant.

"Es gab eine Menge Luftschiff-Projekte, und viele von ihnen sind gescheitert", sagt "Flying Whales"-Gründer und Chef Sebastien Bougon. "Wir haben eine solide Basis. Allein der Holzmarkt rechtfertigt unsere Investition und wir haben weitere Vorhaben mit geringem Risiko in Aussicht."

Doppel-Jumbo

Der "Fliegende Wal" wird zwei Mal so lang sein wie die Boeing 747 und über eine harte Struktur mit einzelnen Heliumkammern verfügen. Der Antrieb soll von kleinen Diesel- oder Elektromotoren kommen, der Verbrauch minimal sein.

Bougon rechnet für die kommenden zehn Jahre mit einem Auftragsvolumen von fünf Milliarden Euro. Die Luftschiffe sollen in Frankreich und China gebaut werden. Neben dem Holzhandel sieht Bougon einen Markt für das Luftschiff im Transport übergroßer Teile und Maschinen.

Ihm zufolge haben der Schienenverkehrsgigant Alstom und das Öl-Unternehmen Technip bereits Interesse angemeldet.

Konkurrenzprojekte

Einige Projekte haben schon im Vorfeld versucht, das Luftschiff wieder aufleben zu lassen. Zu den Bekanntesten gehört das der Cargolifter GmbH, das 2002 scheiterte. Lockheed Martin nimmt mit seinem LMH-1 die Öl- und Gasindustrie als mögliche Kunden ins Visier. Der LMH hat keine feste Struktur wie der "Flying Whale" und könnte 20 Tonnen transportieren.

Auch das britische Unternehmen Hybrid Air Vehicles arbeitet an einem Luftschiff und hat einen Vorsprung: der Airlander wird bereits getestet.
© Bloomberg, aero.de | Abb.: Hybrid Air Vehicles | 31.03.2018 10:43

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Beitrag vom 08.04.2018 - 00:07 Uhr
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5 Beiträge gelöscht.
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Für persönliche "Duelle" steht die PM-Funktion zur Verfügung.
Weitere Auseinadersetzungen hier in der bisherigen Form haben Konsequenzen zur Folge.
Fly-away
Moderator


Sie müssen die Beiträge die sie löschen schon vorher lesen, es war ein Beitrag von mir darunter welcher sich nur allgemein mit dem Potential von Luftschiffen auseinandergesetzt hat ohne irgendwie auf Personen Bezug zu nehmen.
Beitrag vom 03.04.2018 - 10:36 Uhr
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Fly-away
Moderator

Beitrag vom 31.03.2018 - 18:00 Uhr
In Frankreich zählt die Luft- und Raumfahrt zu den strategischen Schlüsselindustrien, die vom Staat demzufolge auch die maximale Unterstützung erfahren.
Weder wird man je Dassault pleite gehen lassen, noch wird man zukunftsträchtige Unternehmungen in eine Plantschbeckenwelt umwandeln.


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