Ausweichlandung
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Qantas: Canberra Airport hat 737 als Geisel genommen

Qantas Boeing 737-800
Qantas Boeing 737-800, © Qantas

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CANBERRA - Qantas und der Flughafen Canberra liefern sich ein Wortgefecht über eine ungeplante Ausweichlandung. Laut Qantas hat der Flughafen eine volle Boeing 737 als Faustpfand genommen und völlig überhöhte Gebühren verlangt. "Absoluter Quatsch", entgegnet der Airport.

Der Vorfall ereignete sich bereits im März 2017: wie "Australian Aviation" jetzt berichtet, landete eine Qantas-Boeing 737-800 damals wegen schlechten Wetters in Canberra zwischen.

Das Flughafenmanagement ließ ein Bodenfahrzeug hinter dem voll besetzten Flugzeug parken und versperrte ihm damit den Weg. Erst als Qantas per Kreditkarte 18.000 australische Dollar Gebühr für die Zwischenlandung bezahlt hatte, durfte die Boeing 737-800 mit 170 Passagieren starten.

"Bei dieser Episode hat der Canberra Airport ein voll besetztes Flugzeug als Geisel genommen, indem er ein Auto dahinter geparkt hat. Das ist unfassbar", sagte ein Qantas-Sprecher zu dem Vorfall. Zudem empfindet Qantas eine Abfertigungsgebühr von maximal 2.000 Dollar als angemessen.

Zwar gab der Management-Chef des Flughafens, Stephen Byron, zu, dass ein Fahrzeug hinter der Boeing parkte, den Vorwurf einer "Geiselnahme" bezeichnete er jedoch als "absoluten Quatsch".

Ihm zufolge störte sich der Flughafen an der Häufigkeit der von Qantas in Canberra durchgeführten kurzfristigen Ausweichlandungen. Die Kapazität des Flughafens ist ihm zufolge auf fünf Stellflächen für unangekündigte Flugzeuge begrenzt - und die sind für Airlines reserviert, die ein entsprechendes Rahmenabkommen mit dem Flughafen geschlossen haben.

"Das ist eine sicherheitsrelevante Frage", sagte Byron "Australian Aviation", wir nehmen das sehr ernst. "Das war der letzte Schritt nach einer Reihe unangekündigter Zwischenlandungen von Qantas, die kein entsprechendes Abkommen mit uns hatte."

Kurz nach dem Vorfall haben Airline und Flughafen eine Vereinbarung zu diesem Thema getroffen. Qantas hat derzeit nicht die beste Beziehung zu australischen Flughäfen. Mit dem Flughafen in Perth liegt sie im Clinch darüber, von welchem Terminal aus sie ihre Ultralangstreckenflüge starten kann.
© aero.de (boa) | Abb.: Canberra Airport | 15.05.2018 11:48

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Beitrag vom 15.05.2018 - 13:59 Uhr
@fliegerschmunz:

Außer natürlich, dass die Probleme nur vorgeschoben sind. Ich erinnere daran, dass vor ein bis zwei Jahren bei indischen Billigcarriern mehrfach bewusst und entgegen der Tatsachen ein "minimum fuel" erklärt wurde, um sich Warteschreifen zu ersparen.
Beitrag vom 15.05.2018 - 13:48 Uhr
Liebe Flughafenmanager, Ihr seid nichts als Erfüllungsgehilfen im Luftverkehr. Ein PIC hat im Rahmen der Nautischen Gewalt das Recht, ein Flugzeug von A nach B zu fliegen. Wenn er dabei zu der Entscheidung kommt, aus Sicherheitsgründen irgendwo anders landen zu müssen, dann habt Ihr das 1. nicht zu hinterfragen und 2. ihn dabei nach Kräften zu unterstützen. Ende !

Jetzt blasen sie sich mal nicht so auf. Oder sind Ihnen sämtliche Hintergründe bekannt?
Beitrag vom 15.05.2018 - 13:12 Uhr
Liebe Flughafenmanager, Ihr seid nichts als Erfüllungsgehilfen im Luftverkehr. Ein PIC hat im Rahmen der Nautischen Gewalt das Recht, ein Flugzeug von A nach B zu fliegen. Wenn er dabei zu der Entscheidung kommt, aus Sicherheitsgründen irgendwo anders landen zu müssen, dann habt Ihr das 1. nicht zu hinterfragen und 2. ihn dabei nach Kräften zu unterstützen. Ende !


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