"Exterior Lights Team"
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Spanier erleuchten Airbus

GETAFE - Im spanischen Getafe sorgt ein zentrales Airbus-Entwicklungsbüro für die optimale Außenbeleuchtung aller Airbus-Luftfahrzeuge. Bis zu 41 Außenlichter sorgen an jedem Flugzeug für die bessere Erkennbarkeit bei Nacht und schlechtem Wetter.

Das "Exterior Lights Team" in Getafe kümmert sich um alle Lichter, die für das Sehen und gesehen Werden vital sind. Die Ingenieure sorgen für passende Vorgaben an die Lieferanten, um genau die benötigten Leuchtmittel für die unterschiedlichen Einsatzzwecke liefern zu können.

Dazu gehöre auch die Betriebssicherheit unter allen Bedingungen, bei extremer Kälte, in großer Höhe, bei Hitze und unter tropischen Bedingungen, sowie bei den Vibrationen eines typischen Fluges, teilte Airbus mit. Außerdem muss eine elektrische Abschirmung bei Blitzeinschlägen sichergestellt sein.

"Unsere Hauptarbeit ist es, Daten der neuesten Technologien zu sammeln und Designvorgaben für die Lieferanten zu erstellen, damit alle Erfordernisse der Betreiber erfüllt werden", sagt Amelia Martin, Head of Exterior Lights bei Airbus.

Airbus A350-900
Airbus A350-900, © Airbus

Die Lichter am Flugzeug kann man nach zwei Hauptzwecken unterscheiden: Lichter, die den Piloten bei der Orientierung und beim Fliegen helfen, und Lichter, die Andere beim Erkennen des Flugzeugs von außen unterstützen. Zur ersten Gruppe gehören Lande-, Roll- und Startscheinwerfer.

Diese besonders hellen Lichter werden je nach Flugphase und bei schlechten Lichtverhältnissen eingeschaltet. Zum Abbiegen am Boden gibt es sogar "Kurvenlicht". Im Flug werden auch Lichter zum Erkennen von Eisansatz an den Triebwerken und an den Flügelvorderkanten genutzt. Neu sind Scheinwerfer, die von Außenkameras beobachtete Bereiche am Flugzeug auch bei Dunkelheit erhellen.

Am wichtigsten für die nächtliche Erkennbarkeit von außen sind die Positionslichter in rot (Backbord, links), grün (Steuerbord, rechts) und weiß (nach hinten). Mit diesen Lichtern kann der restliche Verkehr erkennen, wer ausweichen muss. Zusätzliche Kollisionswarnlichter verbessern die Erkennbarkeit. Bei Airbus typisch ist ein weißer Doppelblitz. Ein rotes Blinklicht warnt, bereits am Boden, vor dem Laufen der Triebwerke.

Logo-Lights setzen Airlinemarken in Szene

Als zusätzliche Marketingmaßnahme gibt es auch noch die sogenannten Logo-Lights. Sie lassen die Heckflosse mit dem Airline-Logo bei Nacht majetästisch erstrahlen und nutzen den Jet vor allem als Werbeträger. Sogar beim Parken werden Logo-Lights deshalb oft weiter benutzt. Mit allen Lichtern kommt ein Standardrumpfflugzeug der A320-Familie auf 23 Außenlichter. Die sehr viel größere Schwester A350 ist sogar mit 41 Außenlichtern ausgestattet.

Airbus A321neo
Airbus A321neo, © Airbus

Nach den früheren Glühlampen bestehen Flugzeuglichter heute oft aus Leuchtdioden. Diese sind langlebiger, verbrauchen weniger Energie und leuchten ohne Wärmeentwicklung. Als neueste Technik hat Airbus aber auch schon Leuchtfolien an Testflugzeugen untersucht. Diese können mittels schwacher Ströme bei Dunkelheit zum Leuchten gebracht werden und großflächig Logos oder Schriftzüge darstellen.

Im Militärbereich sind ähnliche Folien in Streifenform als Formationsflugbeleuchtung und zur Orientierung für die Luft- zu Luft-Betankung seit längerem üblich. Hier müssen die Außenlichter mit den immer weiter verbreiteten Nachtsichtbrillen abgestimmt werden, damit sie nicht blenden.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: Airbus | 15.07.2018 09:46


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