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Boeing schickt "797" in neue Warteschleife

Boeing Marketingchef Ihssane Mounir
Boeing Marketingchef Ihssane Mounir, © Boeing

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FARNBOROGH - Auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough ringen ab diesem Montag (16. Juli) Branchengrößen wie Boeing und Airbus um Aufmerksamkeit und Großaufträge. Wer erwartet hat, dass Boeing dort die Entwicklung eines neuen mittelgroßen Jets bekanntgibt, wurde schon vorab enttäuscht.

Man werde die Entscheidung über die Entwicklung erst 2019 treffen, sagte Boeing-Chef Dennis Muilenburg am Sonntag in London.

Boeing plant laut Insidern eine "797-6X" mit 228 Passagieren und einer Nonstop-Reichweite von 5.000 Seemeilen, sowie eine "797-7X" mit 268 Sitzen und 4.200 Seemeilen Reichweite. Boeing Marketingchef Ihssane Mounir klopft weltweit das Interesse der Airlines an dem Konzept ab und traut der 797 ein Absatzpotenzial von bis zu 5.000 Stück zu.

In der Branche hatte mancher darauf gewettet, dass Boeing das Konzept der "797" diesmal in Farnborough vorstellt. Dem Konzernchef zufolge gefährdet eine Verschiebung der Entscheidung auf 2019 aber noch nicht das Ziel, dass das erste Flugzeug des Typs im Jahr 2025 in den Liniendienst geht.

Muilenburg und der Leiter der Verkehrsflugzeug-Sparte, Kevin McAllister, wollen nun noch genauer ausloten, welche Anforderungen der Jet erfüllen muss, damit er sich für den Konzern und die Fluggesellschaften rechnet. Boeing sei mit über 60 möglichen Kunden im Gespräch, sagte McAllister. Außerdem will der US-Konzern nicht nur bei der Maschine selbst neue Maßstäbe setzen, sondern auch die Produktionsweise verbessern.

Ende Juni reichten die drei großen Triebwerksbauer ihre Antriebskonzepte für das Flugzeug bei Boeing ein. Airbus wappnete sich mit der Idee einer A321XLR für eine mögliche Ankündigung der 797 in Farnborough und bringt zudem seine A330neo als Gegner in der Marktmitte in Stellung.

Die Farnborough Airshow ist nach der weltgrößten Luftfahrtmesse Paris Air Show eines der wichtigsten Treffen der Branche. Bei der letzten Messe vor den Toren Londons wurden vor zwei Jahren Aufträge und Vorverträge über Flugzeuge, Triebwerke und Teile im Wert von 124 Milliarden US-Dollar (derzeit etwa 106 Mrd Euro) abgeschlossen.

Die ersten Tage der Messe sind den Fachbesuchern vorbehalten. Am Wochenende (21./22. Juli) dürfen auch andere Luftfahrtbegeisterte auf die Messe, allein dann werden 80.000 Besucher erwartet. Neben der Besichtigung von Flugzeugen, Hubschraubern und Drohnen gelten die Flugvorführungen von Passagier- und Kampfjets als besonderer Besuchermagnet.

Die Messeleitung rechnet bei der Veranstaltung südwestlich von London mit rund 1.500 Ausstellern aus der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Rüstungsbranche.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Boeing | 16.07.2018 07:49


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#13322
Beitrag vom 28.03.2018 - 17:06 Uhr
Sorry, jetzt driften Sie etwas stark ab.
Daher geht man konsequent den Weg, alle Akteure zu sensibilisieren und da gehört der Crewbusfahrer genauso dazu wie auch der CPT.
Aber genau der CPT hat es nicht getan, warum auch immer. Er ist aber derjenige in der ersten Reihe und keine andere Person.
Solch eine Teilung wie sie sie hier fordern, ...
Welche Teilung denn? Ich schreibe von Ergänzung, zusätzlich also.
weil sie eine "Nicht mein Problem" Mentalität fördert
daher die klare Aufgabe an die Kontrolle vor jedem Flug, und nochmal: zusätzlich. Stichproben an Bord, im Transit, ebenfalls. Das Risiko erwischt zu werden ist das Mittel der Wahl.
Für die gesamte Flugsicherheit ist es essentiell, dass jeder die Augen offenhält und lieber einmal zuviel als einmal zuwenig etwas Auffälliges meldet.
Wunderbar, also gleich morgen die Kontrollstelle, zusätzlich zu den offenen Augen eines jeden. Wegen der Dunkelziffer und der damit eingehenden Gefährdung.
Von daher ist der Cargoloader genauso in der Lage einen angetrunkenen Piloten zu melden wie es auch der andere Pilot ist.
Schlimm aber wenn man sich auf den Cargoloader verlassen muss weil der CPT nichts bemerkt hat (oder nicht wollte).
vielleicht errinnern Sie sich an die Absturzserie der DC10 ganz zu Anfang ihrer Dienstzeit, das Problem der sich verbiegenden Betätigungshebel wurde von vielen Cargoloadern erkannt, aber niemand hörte auf sie und dann kam es zu dem wiederholenden Versagen der Frachttüren. (Gepaart mit einer gewissen Ignoranz von Seiten des Herstellers). Und nach ihrer Logik, wäre der Cargoloader auch nicht dafür befugt, diese Aufälligekit zu melden, denn die einwandfrei Funktion der Türen und Tore ist eigentlich Sache der Wartung.
Sie sagen doch selber wo das Problem war. Es wurde gemeldet, aber ignoriert. Was werfen Sie dem Loader also vor? An wen hatte er es gemeldet? Normalerweise bedient der Loader das Frachttor selbstständig und eigenverantwortlich, ohne dass die Wartung am Flugzeug ist. Kann man jeden Tag live beobachten an vielen deutschen Flughäfen. Wie ging denn die Geschichte am Ende aus? Wer hatte schuld? Aber wir weichen mal wieder etwas ab ...
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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