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United verstärkt Kontakte nach Lateinamerika

United Airlines Boeing 777-300 @SpaethFlies
United Airlines Boeing 777-300, © Andreas Spaeth

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CHICAGO - United Airlines sucht Verbündete in Lateinamerika. Als Kandidaten hat die Airline die panamaische Copa, die kolumbianische Avianca und die brasilianische Azul in der engen Auswahl. Bei den Verhandlungen über mögliche Joint Ventures gibt es Unwägbarkeiten, doch eine Einigung ist nötig.

Wie das Analyseportal "CAPA" berichtet, steht ein Zusammenschluss von Avianca Lateinamerika und Avianca Brasil im Raum. Beide Airlines gehören mehrheitlich der Synergy Group, ihr Betrieb läuft jedoch bisher getrennt voneinander.

Die Frage ist, wie sich eine Einigung der beiden auf Verhandlungen zwischen United Airlines und Azul Linhas Aéreas auswirken würde. Die brasilianische Airline ist stark an einem Joint Venture mit United interessiert. Die US-Amerikaner verhandeln derzeit sowohl mit Avianca als auch mit Azul.

Politisch ist der Weg für eine enge Kooperation geebnet seit der brasilianische Senat Anfang des Jahres ein Open Skies-Abkommen zwischen dem südamerikanischen Riesen und den USA abgenickt hat.

Konkurrenz ist einen Schritt voraus

Hier liegt zugleich die Dringlichkeit für United, Partnerschaften in Lateinamerika zu knüpfen: denn das Open Skies-Abkommen beschleunigt auch Verhandlungen über eine enge Zusammenarbeit von LATAM und American Airlines, die seit Jahren laufen und denen bis dato das politische "OK" fehlte.

Mit Copa könnte United sich einen starken Partner in Mittelamerika an Bord holen. Die Airline hat sich Tocumen als Drehkreuz ausgebaut. Hier könnte United sich ein Tor nach Lateinamerika einrichten, wie Delta es mit Aeroméxico in Mexiko-Stadt vorgemacht hat.

Delta ist United auch in Brasilien einen Schritt voraus: die Airline unterhält eine enge Netzpartnerschaft mit ihrer Beteiligung GOL, die ihr in Zusammenarbeit mit Air France-KLM darüber hinaus den Weg nach Europa ebnet.

An einem ähnlichen Modell arbeitet derzeit auch Azul-Initiator David Neeleman. Zwar hat United ihren Anteil an der brasilianischen Airline Anfang 2018 auf acht Prozent aufgestockt und Azul glaubt offiziell fest an ein Joint Venture. Dennoch baut Neelemann parallel dazu eine Alternative auf.

In diesem Plan kooperieren die noch in der Entstehungsphase steckende US-Airline mit dem Arbeitstitel "Moxy", Azul und TAP auf dem Dreieck USA-Brasilien-Europa.
© aero.de (boa) | Abb.: Andreas Spaeth | 27.08.2018 08:03


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