Schuldenreduzierung
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Norwegian Air verkauft A320neos

Norwegian Airbus A320neo
Norwegian Airbus A320neo, © Airbus S.A.S.

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FORNEBU - Norwegian Air will ihre Schulden reduzieren und stellt die sechzig A320neo zum Verkauf, die sie bei Airbus geordert hat.

"Wir haben 90 neos (sechzig A320neo und dreißig A321LR) bei Airbus bestellt. Die A320neos stehen zum Verkauf", zitiert die Nachrichtenagentur "Reuters" Norwegian Air-Finanzchef Geir Karlsen.

Käufer zu finden ist demnach nicht das Problem, wohl aber, gut zahlende Käufer zu finden. Die Chancen für Norwegian Airs Vorhaben stehen trotzdem gut. Airbus ist in der Produktion des A320neo bis in die frühen 2020er ausgebucht.

Frühere Lieferslots für die Maschinen könnten ein interessantes Verkaufsargument für Airlines sein: die ersten Lieferungen an Norwegian Air sind schon für 2020 geplant.

Trotz des geplanten Verkaufs rechnet Karlsen damit, dass die Norwegian-Flotte bis Ende 2018 um 14 bis 15 Flugzeuge wächst. Bis 2023 will die Airline 30 bis 40 neue Boeing 737 MAX in die Flotte aufnehmen. Ältere Boeing 737 stehen derzeit ebenfalls zum Verkauf.

Die A321LR will Norwegian "Reuters" zufolge in der Hinterhand behalten - und zieht in Betracht, einige der Maschinen in Argentinien zu stationieren. Dort verkauft die Airline seit Anfang September Tickets für Inlandsflüge. Der erste soll im Okotber abheben.

Gerade Norwegian Air International sorgt derzeit wegen Anlaufverlusten bei neuen Langstrecken für eine tiefrote Bilanz. Die Flüge unter irischer Flagge machten 2017 445 Millionen US-Dollar Verlust.
© aero.de (boa) | 06.09.2018 11:31

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Beitrag vom 06.09.2018 - 15:20 Uhr
Die betroffenen A320 Neo sind noch nicht ausgeliefert und somit nur angezahlt. Bezahlt wird der Großteil des Kaufpreises erst bei Abnahme.
Hier werden also erst mal nur geplante Investitionen wieder gestrichen. In normalen Zeiten würde man die Bestellung stornieren und dabei die Anzahlung verlieren. Dank der aktuell hohen Nachfrage nach Flugzeugen lassen sich aktuell die Bestellslots mit Gewinn (oder zumindest weniger Verlust) weiterverkaufen.


Dieser Beitrag wurde am 06.09.2018 15:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.09.2018 - 12:58 Uhr
Das nimmt leider kein gutes Ende. Der Verkauf von Assets ist ein deutliches Warnsignal und Vorbote was bald kommen wird. Auch das Engagement in Argentinien muß als sehr risikoreich angesehen werden. Die Überexpansion und die Überkapazitäten im Markt werden nicht nur für Norwegian zum Problem werden. Eigentlich schade um die Idee günstiger Langstreckenflüge über den Teich. Ich vermute 2019 wird nicht nur für Norwegian bitter werden.


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