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Warnstreik hält Eurowings-Flüge am Boden

Eurowings Bombardier Q400
Eurowings Bombardier Q400, © Eurowings

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DÜSSELDORF - Mit einem Warnstreik am Düsseldorfer Flughafen hat die Gewerkschaft im Tarifkonflikt bei Eurowings versucht, den Druck auf die Arbeitnehmer zu verstärken. Während Verdi von einer enorm hohen Streikbereitschaft sprach, bezeichnete Eurowings die Auswirkungen als minimal.

Passagiere seien ohne Ausnahme schnellstmöglich umgebucht worden, teilte die Lufthansa-Tochter mit.

Wegen des Warnstreiks blieben bis zum Mittag mehr als 25 der rund 30 geplanten Flüge am Boden, wie Verdi mitteilte. "Beinahe die komplette Frühschicht hat sich am Streik beteiligt", sagte Verdi-Verhandlungsführer Volker Nüsse. Nach Angaben von Eurowings und dem Flughafen wurden Kunden vorab informiert. Andere Standorte waren laut Airline nicht betroffen.

Im Tarifstreit mit der Fluggesellschaft hatte Verdi das Kabinenpersonal der Airlines Eurowings und der Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) zu dem Warnstreik von 4.30 Uhr bis 12.30 Uhr aufgerufen. Verdi reagiere mit dem Warnstreik auf die Weigerungshaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen, erklärte die Gewerkschaft.

"Wir streiken, damit wir inhaltlich in den Verhandlungen vorankommen", sagte Nüsse. "Mit dem heutigen Tag setzen wir ein Zeichen, damit wir uns bei den Gesprächen nicht immer im Kreis drehen." Weitere Warnstreiks seien vom Erfolg der Verhandlungen abhängig.

Eurowings verurteilte das Vorgehen. Der Streikaufruf erfolge, obwohl die Fluggesellschaft bereits die nächsten Gesprächstermine mit Verdi vereinbart habe. "Lösungen für unsere Mitarbeiter sind nur am Verhandlungstisch möglich", sagte Eurowings-Geschäftsführer und Personalchef Frank Bauer. "Grundlos streiken hilft niemandem - es schadet nur unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unserem Unternehmen."

Verdi: Dienstzeiten von 18 Stunden

Die Gewerkschaft fordert unter anderem verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten, aber auch einen schlagkräftigen Betriebsrat. Eurowings lehne dies ab und ändere Arbeitszeiten ohne tarifliche Grundlage, klagt die Gewerkschaft. So gebe es bis zu 18 Stunden lange Dienste, dies widerspreche aber den Tarifverträgen.

Nach Gewerkschaftsangaben beschäftigt Eurowings 500 der mehr als 1000 Kabinenbeschäftigten am Hauptstandort Düsseldorf. Die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) ist ebenfalls für Eurowings unterwegs.

Bei diesen Verhandlungen geht es um eine Beschäftigungsgarantie und die Gehälter von rund 350 Flugbegleitern. Hier verweigere das Unternehmen weitere Verhandlungen, kritisiert Verdi.

Bereits Ende Oktober seien Verhandlungen über einen Sozialplan für rund 200 Flugbegleiter der Station Berlin-Tegel gescheitert. Die einstmalige Air-Berlin-Tochter LGW wolle die Station im kommenden Jahr schließen./
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Eurowings | 20.11.2018 08:07

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Beitrag vom 20.11.2018 - 17:30 Uhr
"Mit einem Warnstreik am Düsseldorfer Flughafen hat die Gewerkschaft im Tarifkonflikt bei Eurowings versucht, den Druck auf die Arbeitnehmer zu verstärken"

Hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen, denke ich. Eher soll wohl der Druck auf den ArbeitGEBER verstärkt werden.


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