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Tarifparteien bei Luftsicherheitskräften weit auseinander

Sicherheitspersonal am Flughafen München
Sicherheitspersonal am Flughafen München, © Flughafen München

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FRANKFURT - Bei den Verhandlungen über Gehälter und Arbeitsbedingungen von rund 23.000 Flughafen-Sicherheitsleuten hat es am Mittwoch noch keine Annäherung gegeben.

Die Gewerkschaft Verdi äußerte nach den Gesprächen in Berlin Zweifel am Einigungswillen der Arbeitgeber.

Die Gewerkschaft verlangt in den erstmals bundesweit geführten Tarifverhandlungen einen einheitlichen Stundenlohn von 20 Euro für die rund 19.000 Luftsicherheitsassistenten, die an den größeren Flughäfen Passagiere, Personal und Fracht kontrollieren. Bislang reicht die Bandbreite je nach Tätigkeit und regionalem Tarifgebiet von 11,30 bis 17,16 Euro.

Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben eine Strukturtabelle vorgeschlagen, die innerhalb von sechs Jahren zu Lohngleichheit zwischen Ost und West führen soll, womit es aber weiterhin Unterschiede zwischen Passagier- und Frachtkontrolleuren gäbe. Für einzelne Berufsgruppen würden die Löhne innerhalb von drei Jahren um 20,8 Prozent steigen, teilte der Verband BDLS mit. Man habe für alle Beschäftigten deutliche Erhöhungen in Aussicht gestellt.

Verdi-Verhandlungsführer Peter Bremme kritisierte neben der langen Laufzeit von drei Jahren auch das Basisangebot einer jährlichen Erhöhung um 1,8 Prozent - also unterhalb der Inflationsrate - als "Zumutung".

Der Gewerkschafter nannte die nächste zweitägige Verhandlung am 20. und 21. Dezember in Berlin "die entscheidende Runde". Die Friedenspflicht endet am 31. Dezember, so dass im neuen Jahr erste Streiks möglich wären, sollte es nicht zuvor zu einer Einigung kommen. Neben Verdi verhandelt auch der Deutsche Beamtenbund/Komba parallel mit den Arbeitgebern.
© dpa-AFX, aero.de | 05.12.2018 17:52


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