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Airbus streckt sich für sein Lieferziel

Airbus A330-900
Airbus A330-900, © Airbus

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HAMBURG - Auf dem Airbus-Gelände in Hamburg-Finkenwerder parken zum Jahresende deutlich weniger halbfertige Flugzeuge als noch im Sommer. Tage vor dem Jahreswechsel arbeitet Airbus auf Hochtouren, um das für 2018 gesteckte Lieferziel von 800 Flugzeugen zu erreichen.

Nachdem die Lieferprobleme für Triebwerke der Baureihe A320neo weitgehend gelöst sind, hat der Airbus-Konzern im November so viele Flugzeuge ausgeliefert wie noch in keinem Monat in diesem Jahr. Die Airlines nahmen 89 Maschinen in Empfang, davon 50 A320/A321neo.

Insgesamt gingen in diesem Jahr bis Ende November 673 Airbus-Maschinen an die Kunden, gegenüber 591 im Vorjahreszeitraum.

"Wie in jedem Jahr ist der Dezember wieder ein Monat mit zahlreichen Auslieferungen", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Um das selbstgesteckte Ziel von 800 ausgelieferten Flugzeugen zum Jahresende noch zu erreichen, müsste Airbus im Dezember 127 Airbus-Maschinen an die Kunden übergeben.

Das sind doppelt so viele wie in einem gewöhnlichen Monat, wurde aber im vergangenen Dezember schon einmal erreicht. Zeitgleich will Airbus 2018 noch einige Aufträge unter Dach und Fach bringen. "Das Jahr ist noch nicht vorbei", sagte Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath am Freitag.

Bis Ende November waren bei Airbus 439 neue Aufträge eingegangen, zugleich lösten Kunden Aufträge über 59 Flugzeuge wieder auf. Am 07. Dezember hatte die irische Leasingfirma Avolon eine Bestellung über 100 A320neo fixiert.

Lieferstau löst sich auf

Airbus konnte zur Jahresmitte rund 100 Flugzeuge wegen fehlender Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney nicht zu Ende bauen und musste sie vorübergehend auf dem Gelände der Auslieferungswerke in Toulouse, Hamburg, Tianjin (China) und Mobile (US-Bundesstaat Alabama) parken.

Lieferprobleme des Triebwerkspartners Rolls-Royce verzögerten zudem die Auslieferungen der A330neo - Airbus wird mehrere für 2018 geplante Flugzeuge erst 2019 fertigstellen.

Genaue Auskünfte über die Zahl der fertig gebauten, aber nicht ausgelieferten Flugzeuge gibt Airbus nicht, aber sie habe sich massiv reduziert. Wegen des Flugzeugstaus an den Werken hatte Airbus das anfängliche Jahresziel von 820 Auslieferungen bereits kassiert und rechnet inzwischen auch die Produktion der im Juli übernommenen und in A220 umgetauften Bombardier CSeries mit.

Wichtigstes Zugpferd bleibt die A320neo. Bislang wurden fast 6.300 neo-Flugzeuge bestellt und rund 570 ausgeliefert. Im nächsten Jahr will Airbus mit Hilfe der neuen Fertigungslinie im Werk Finkenwerder insgesamt weltweit 60 statt wie bisher 50 A320-Maschinen pro Monat bauen.
© dpa-AFX, aero.de, Bloomberg News | Abb.: Airbus | 29.12.2018 10:39


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