"Flugpläne eng gestrickt"
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Airlines reißen Frankfurter Nachtflugverbot öfter

DFS-Tower in Frankfurt bei Nacht
DFS-Tower in Frankfurt bei Nacht, © Fraport AG

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FRANKFURT - Am Frankfurter Flughafen sind im vergangenen Jahr so viele Maschinen verspätet in der Zeit des Nachtflugverbots gelandet wie nie zuvor.

Nach 775 Fällen im Jahr 2017 wurden nun 1098 Landungen zwischen 23.00 Uhr und Mitternacht gezählt, wie das Verkehrsministerium am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das war den Angaben zufolge der höchste Wert seit 2012 - dem ersten vollen Jahr nach Einführung des Nachtflugverbots.

"Wir erwarten, dass die Fluggesellschaften in ihre Abläufe ausreichend Zeitpuffer einplanen und Vorkehrungen treffen, dass sie auch bei Störungen die 23-Uhr-Grenze regelmäßig einhalten können", mahnte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). In einigen Fällen liege der Verdacht nahe, dass "die Flugpläne bewusst zu eng gestrickt und Verspätungen einkalkuliert" seien.

Das Land leitete mehr als 160 Verfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs der Bestimmungen ein.

Negativ-Spitzenreiter bei Landungen nach 23.00 Uhr war den Angaben zufolge der irische Billigflieger Ryanair mit 31 Prozent Anteil, gefolgt von Condor (19,6 Prozent), Lufthansa (16 Prozent) und Tuifly (11,2 Prozent). Über die Entwicklung hatten zuvor verschiedene Medien unter Berufung auf das Branchenportal "airliners.de" berichtet.

Am Flughafen Frankfurt gilt von 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr ein sechsstündiges Verbot geplanter Flugbewegungen. Verspätete Maschinen dürfen noch bis 24.00 Uhr landen, sofern die Verspätung sich nicht aus der Flugplangestaltung ergibt. Starts sind nur mit Einzelgenehmigung möglich. Die Zahl der Starts nach 23.00 Uhr blieb im vergangenen Jahr mit 515 nahezu unverändert (2017: 505).
© dpa-AFX, aero.de | 09.01.2019 15:42


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