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IAG drängt Airbus zu hohem A380-Rabatt

British Airways Airbus A380
British Airways Airbus A380, © Airbus

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LONDON - Emirates steigt unter Umständen aus dem A380-Programm aus. Statt der letzten 20 A380 will die Airline lieber flexibel einsetzbare A350 nehmen. IAG-Chef Willie Walsh wittert eine gute Gelegenheit: der British-Airways-Konzern will zusätzliche A380 bestellen - aber nur, wenn der Preis stimmt.

Airbus A350 statt A380 und zusätzliche Boeing 777X statt 787-10: Emirates stellt ihre Flottenstrategie auf den Prüfstand. Festgefahrene Verhandlungen mit Rolls-Royce über Leistungsversprechen für neue Trent 900-Triebwerke bergen laut Insidern zusätzliche Gefahren für den A380-Auftrag von Emirates.

Der Anfang 2018 vergebene Folgeauftrag über 20 A380 und 16 Optionen bildet die Grundlage des Programms: mit einer Minirate von sechs A380 pro Jahr will Airbus die Produktion bis weit in die zweite Hälfte der 2020er Jahre hinein strecken. Springt Emirates ab, droht der A380 ein vorzeitiges Ende.

Es sei denn, andere Airlines greifen nochmal zu. British Airways regelt gerade die Nachfolge für die letzten 747-400. "Wir haben dafür eine große Auswahl an Flugzeugen", zitiert "Reuters" IAG-Chef Willie Walsh. "Ich habe Airbus deutlich zu verstehen gegeben, dass sie beim Preis weit runter müssen, wenn sie (die A380, Red.) verkaufen wollen."

44 neue Flieger für die Langstrecke

British Airways setzt derzeit zwölf A380 ein und erhält 2019 die ersten vier von 18 A350-1000. Die letzten 32 747-400 werden die Airline bis 2023 verlassen. IAG will alsbald Aufträge über bis zu 44 neue Langstreckenflugzeuge vergeben, die zwischen 2020 und 2023 für die Konzernflotte zur Verfügung stehen sollen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 05.02.2019 09:30

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Beitrag vom 28.02.2019 - 09:12 Uhr
Was meinst du mit "...am Rest beteiligt wird"?

Sie wollen ja ein ganzes Paket von ca. 44 Fliegern ordern. Da rangeln neben A380 noch B787-9, B777x, A350-900 und A350-1000

Mit den 44 Fliegern war ihre Prognose sehr gut.

 https://boeing.mediaroom.com/2019-02-28-Boeing-Signs-Deal-for-Up-to-42-777X-Airplanes-with-International-Airlines-Group

Dieser Beitrag wurde am 28.02.2019 09:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.02.2019 - 07:48 Uhr
Mich wird echt mal interessieren, auf welcher Grundlage all die Schlaumeier hier ihre 'Erkenntnisse' über Kosten, Gewinne, Effektivität, ... und und und zum Besten geben.
Beitrag vom 05.02.2019 - 23:09 Uhr

Wobei, so ganz exakt ist der Vergleich ja nicht. In einer üblichen Bestuhlung sind 2 x 789 mehr Sitzplätze als 1 x A380, ebenfalls in einer üblichen Bestuhlung.

Da es hier um British Airways geht kann man die entsprechende Bestuhlung direkt vergleichen: (First/Business/EcoPlus/Economy)
787-9: 216 (8/42/39/127)
A380: 469 (14/97/55/303)

Interessant ist vor allem der hohe Business-Class-Anteil. Hier wird bezogen auf die Fläche am meisten Gewinn gemacht.

Ein A380 ist mehr als zwei 787-9 bei British Airways.

Wenn das wirklich so ist, dann wird die Forderung von BA klar. Wenn AB gut rechnet, d.h. nicht Vollkosten, sondern auf Deckungsbeitragsbasis, dann dürfte AB den Wunsch von BA erfüllen können.

Meine Befürchtung: er ist auch dann zu teuer. Boeing produziert günstiger.


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