"WirtschaftsWoche"
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Luftwaffe ersetzt Tornados durch Eurofighter

Eurofighter Typhoon
Eurofighter Typhoon, © Rolls-Royce plc

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TOULOUSE - Airbus soll einem Bericht zufolge vor einem Milliardenauftrag der Bundeswehr stehen. Da die Bundesregierung wegen des französischen Widerstands keine neuen Kampfflugzeuge bei dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin bestellen will, steht Airbus vor Aufträgen für 80 bis 120 Eurofighter.

So berichtet es die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf einen Airbus-Manager am Freitag. Ein Unternehmenssprecher konnte zunächst keine näheren Angaben machen. Es liege noch kein Vertrag vor, sagte der Sprecher.

Dem Bericht nach bestehe die Bestellung aus drei Teilen. Demnach habe das Bundesverteidigungsministerium angekündigt, 33 Jets als Ersatz für ältere Eurofighter abzunehmen. Hinzu kämen bis zu 50 Maschinen als Ersatz für den veralteten Jagdbomber Tornado.

Noch offen seien Aufträge für bis zu 40 Ersatzflieger für Tornados, mit denen die Bundeswehr US-Atombomben abwerfen könnte. Hier konkurriere Airbus auch mit dem F-18-Jet von Boeing.

Von Airbus hieß es, der Eurofighter könne die Rollen des Tornados übernehmen, dies müsse jedoch auf politischer Ebene entschieden werden.

Den "Tornado" setzt Deutschland auch zur sogenannten nuklearen Teilhabe ein, ein Abschreckungskonzept der Nato, bei dem Verbündete Zugriff auf Atomwaffen der USA haben können. Dazu muss die "Tornodo"-Nachfolgemaschine aber von den USA zertifiziert werden.

Bereits vor einer Woche hatten Medien unter Berufung auf Insider-Informationen aus dem Verteidigungsministerium über einen möglichen Großauftrag für 33 Eurofighter berichtet.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Gerhard Vysocan, Rolls-Royce | 08.02.2019 08:47

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Beitrag vom 13.02.2019 - 08:36 Uhr
Das ist richtig, wenn man ein amerikanisches Flugzeug kauft, ist die Integration der vorhandenen Waffensysteme nicht ohne Zustimmung der der Hersteller und der US-Administration möglich - diese wird auf den Kauf von Waffen aus US-Produktion drängen.

Nicht ohne Grund ist bei FCAS das Bestreben der französischen Seite das Flugzeug ITAR frei zu bauen.
Beitrag vom 12.02.2019 - 23:46 Uhr
Es ist nur zu verständlich, dass Boeing oder Lockheed nicht alle Details zu ihren Fliegern an Kunden bzw. Ausrüstern weitergeben. Falls man also neue Waffen in diese Flieger integrieren will, muss man erst bei den Amis nachfragen oder gleich weiter in Amiland einkaufen!
Wie war das noch mit der Drohne...
Beitrag vom 12.02.2019 - 20:55 Uhr
Sie vergessen, dass der EF in Deutschland produziert wird. Die Arbeiter zahlen in Deutschland Steuern, so kommt indirekt wieder ein Betrag zurück. Amerikanische Kampfflugzeuge sind auch nicht ohne Probleme. Und wie viele Firmen müssen in Europa berücksichtigt werden, dass jeder Programmteilnehmer ein Stück des Kuchens bekommt.
Europäischen Programmen würde es gut tun, wenn nicht jedes Land seine Extras benötigt.
Wer das Benehmen von Trump, oder seinem Botschafter ansieht, der darf keinen Auftrag an die USA abgeben.


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