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EASA-Piloten testen MS-21

Irkut MS-21
Irkut MS-21, © UAC

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MOSKAU - In Russland arbeitet Irkut weiter an der Zulassung für sein neues Verkehrsflugzeug MS-21. Anfang Februar setzten sich zu diesem Zweck erstmals Testpiloten der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) ans Steuer und prüften die MS-21 im Flug auf Herz und Nieren.

Zwei Prototypen bestreiten aktuell die Flugerprobung der MS-21-300, die trotz der unwirtlichen Winterbedingungen im sibirischen Irkutsk weiter ihren Lauf nimmt. Ende Dezember 2018 feierte die dritte Vorserienmaschine ihr Rollout.

Nun saßen das erste Mal ausländische Piloten am Steuer des neuen russischen Passagierjets: Testpiloten der EASA machten sich in den vergangenen Tagen bei mehreren Flügen selbst ein Bild von den Eigenshaften der MS-21-300. Die Testflüge, die zwischen zweieinhalb und vier Stunden dauerten, markierten den Auftakt des EASA-Zertifizierungsprogramms für das neue Flugzeug.

Den Antrag auf eine Zulassung der MS-21 durch die EASA hatte Hersteller Irkut bereits 2016 gestellt. Im Herbst 2018 hatten zwei EASA-Testpiloten nach umfangreicher Einweisung in Theorie und Praxis am Simulator die Flugerlaubnis für den russischen Airliner erhalten.

Während der jüngsten Zertifizierungstests prüften und bewerteten die EASA-Piloten das Flugverhalten der MS-21 in unterschiedlichen Szenarien, unter anderem bei hohen Anstellwinkeln sowie bei Strömungsabriss. Die Testflüge hätten in einem Korridor von drei bis zehn Kilometern Höhe stattgefunden, teilte Irkut mit.

Zulassung 2020?

Unterstützt wurden die EASA-Piloten dabei von russischen Kollegen sowie einer Crew aus russischen und ausländischen Flugingenieuren, die sämtliche Flugparameter analysierten. In Kürze sollen weitere Zertifizierungsflüge folgen, an deren Ende schließlich die Zulassung der MS-21-300 nach EASA-Standards stehen soll.

Mit diesem Zertifikat erhofft sich Irkut für das Flugzeug einen Zugang zu europäischen Märkten außerhalb der GUS-Staaten. Dort soll die MS-21-300 vor allem der A320-Familie Konkurrenz machen. Mit der Zulassung wird allerdings frühestens 2020 gerechnet.
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: UAC | 13.02.2019 16:32


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