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Hinterbliebene von MH370-Opfern fordern neue Suche

MH370
Verschollen: MH370, © CSIRO

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PEKING - Am fünften Jahrestag des Verschwindens von Flug MH370 der malaysischen Fluggesellschaft haben Angehörige chinesischer Opfer eine Wiederaufnahme der Suche nach dem Flugzeug gefordert.

Einige Dutzend versammelten sich am Freitag in Peking vor dem chinesischen Außenministerium. Ein Vertreter der Konsularabteilung traf die Angehörigen zunächst in einem benachbarten Einkaufszentrum, bevor sie zum Ministerium zogen und vergeblich um ein Treffen mit dem Außenminister oder einem Stellvertreter baten. Die Angehörigen gingen anschließend weiter zur malaysischen Botschaft.

Einer der Teilnehmer, Jiang Hui, dessen Mutter an Bord war, berichtete, die Familien wollten, dass erneut nach dem Flugzeug gesucht werde. Auch forderten sie weitergehende Ermittlungen, ob es einen kriminellen Hintergrund oder Sicherheitsprobleme gegeben habe.

Ferner wurde das Außenministerium aufgefordert, den Familien zusammen mit der malaysischen Regierung "wirkliche und humanitäre Unterstützung" zu geben, womit weitere Entschädigung gemeint ist. Von den 239 Menschen an Bord waren 153 chinesische Staatsbürger. Flug MH370 war am 8. März 2014 verschwunden.
© dpa-AFX, aero.de | 08.03.2019 09:37

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Beitrag vom 09.03.2019 - 04:13 Uhr
MH370

einige die mich hier schon etwas länger kennen, wissen, das mir daran sehr sehr viel liegt.

Mittlerweile stehe ich dadurch mit einigen anderen aus der Welt in persönlichen Kontakt. Darunter auch Menschen die persönlich betroffen sind und jemand direkt verloren haben.

Für mich der mit Abstand mysteriöseste und bedeutendste Flugunfall in der modernen Luftfahrtgeschichte. Immer noch nicht aufgeklärt. Absolut unverständlich. Untragbar für eine Branche die immer nach der absoluten Sicherheit und Qualität strebt.

Nun sind 5 Jahre in die Welt gegangen. Trotz genügend Fakten die den möglichen Absturzort mittlerweile sehr gut eingrenzen. Mittlerweile ist auch den zuständigen Luftfahrtbehörden klar geworden, dass man seinerzeit an der falschen Stelle wieder mit der Suche begonnen hat. Hintergrund sind falsch interpretierte Daten und Berechnungen von den aufgefangenen ACARS Meldungen an dem Satelliten von Inmarsat. Aus dem Grund wurde viel zu weit südlich im Indischen Ozean gesucht.

Letztes Jahr habe ich euch noch berichtet wie das Unternehmen Ocean Infinity mit ihrem Schiff „Seabed Constructor“ mit hohem Aufwand und Präzision von Süden in Richtung Norden entlang des 7 Bogen vom Inmarsat Satelliten den Meeresboden in knapp 6000m Tiefe abgesucht hat.

Viele der Betroffenen hatten sehr große Hoffnungen. Vor allem weil die „Seabed Constructor“ mit ihrer Technik an Bord wortwörtlich täglich den Meeresboden umgegraben haben. Beeindruckend das Schiff und ihre 8 AUV´s täglich per AIS zu verfolgen. Die Daten und die Auflösung vom Meeresboden in der Tiefe sind wirklich sehr beeindruckend anzusehen. Letztendlich aber leider ohne Erfolg.

Es gibt aber einen kleinen Hoffnungsschimmer für 2019...

Die Malaysische Regierung hat sich vor kurzem offen für eine weitere Suche bekannt. Man will MH370 aufklären. Auch das Unternehmen Ocean Infinity steht für eine weitere Suche zur Verfügung und würde die Mission auch wieder übernehmen.

Letztendlich wäre der Suchbereich aber auch relativ überschaubar. Das ist der letzte Bereich wo man überhaupt noch nicht gesucht hat. Schließt komischerweise auch einen Bereich ein, wo viele MH370 letztendlich schon immer vermutet haben.

Aber wie oben schon geschrieben hatte man ja zu weit südlich gesucht. Der Bereich erstreckt sich gerade mal noch knapp 330km entlang dem 7. Bogen in Richtung Norden. Auf einer Breite von 50km.

Dafür bräuchte eine „Seabed Constructor“ mit ihren 8 AUV´s übrigens nur knappe 3 Wochen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sollte sich was tun, werde ich hier wieder berichten.


Dieser Beitrag wurde am 09.03.2019 04:16 Uhr bearbeitet.


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