Tarifkonflikt
Älter als 7 Tage

Hamburger Flughafen-Management plädiert für Schlichtung

Gepäckkontrolle in Hamburg
Passagierkontrolle in Hamburg, © Senatskanzlei Hamburg

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HAMBURG - Im Tarifkonflikt des Bodenpersonals am Hamburger Flughafen hat die Arbeitgeberseite an die Gewerkschaft Verdi appelliert, auf weitere Warnstreiks zunächst zu verzichten.

Sie solle lieber einem Schlichtungsverfahren zustimmen, forderte der Chef der Flughafen-Tochter HAM Ground Handling, Christian Noack, in einem offenen Brief an die Arbeitnehmervertreter. "Das ist der richtige Weg", schrieb Noack am Montag. "Wir sind immer offen für Gespräche."

Eine Reaktion hierauf seitens der Gewerkschaft gab es zunächst nicht. In einer Schlichtung sucht ein neutraler Schlichter nach einem für beiden Parteien tragbaren Kompromiss.

Neue Warnstreiks inmitten der Osterreisewelle drohen, weil die Verdi-Mitglieder einen mit dem Airport erzielten Tarifabschluss für die rund 950 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste in der vergangenen Woche abgelehnt und Nachforderungen gestellt hatten.

Die kleinere Gewerkschaft Komba hatte dem Abschluss zugestimmt. Der Konflikt habe eine "besorgniserregende Qualität" erlangt, schrieb Noack. "Ich möchte verhindern, dass sich die interne Stimmung der zwei Lager weiter verschärft."

Außerdem warnte er davor, Passagiere als Unbeteiligte in den Tarifkonflikt hineinzuziehen. "Wir befinden uns in der Karwoche, die zu den Hauptreisezeiten von Familien gehört", bekräftigte Noack.

Der Tarifkonflikt wird seit Monaten mit großer Härte in Hamburg ausgetragen und hat an zwei Tagen zu Warnstreiks mit Flugausfällen und Verspätungen geführt.
© dpa-AFX | 15.04.2019 14:49


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