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Banken machen beim Airline-Verkauf Druck

Condor Airbus A321
Condor Airbus A321, © Thomas Cook

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LONDON - Die Krise des Reiseveranstalters Thomas Cook hat sich verschärft - dem hochverschuldeten Unternehmen steht ein harter Sommer bevor. Eine neue Kreditlinie über soll Zeit bringen, wird aber nur gewährt, wenn Fortschritte beim Verkauf der Fluggesellschaften erzielt werden.

Die Aktie fiel am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit 2012 und die Anleihen erreichten ein Rekordtief: Thomas Cook hatte zuvor eine Wertberichtigung über 1,1 Milliarden Pfund bekannt gegeben, nachdem eine Prüfung ergeben hatte, dass die Aussichten für die Geschäfte in Großbritannien angesichts des Brexit früheren Erwartungen nicht standhalten.

Die Nettoverschuldung stieg um 40 Prozent und die Gewinne dürften in der zweiten Jahreshälfte, der Hochsaison für Pauschalreisen, sogar sinken verglichen mit einem bereits katastrophalen Jahr 2018, welches die aktuelle Liquiditätskrise des Unternehmens ausgelöst hatte.

Vorstandschef Peter Fankhauser warnte, das Unternehmen habe auf allen Märkten mit Unsicherheiten zu kämpfen: Die Hitzewelle in Europa im Vorjahr habe die abgelaufene Wintersaison beeinträchtigt. Britische Kunden würden ihre Reisepläne immer weiter verschieben und auch Buchungen aus Deutschland seien zurückgegangen.

Thomas-Cook-Aktien fielen am Donnerstag bis zu 23 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende 2012. Thomas Cook hat in diesem Jahr mehr als ein Drittel seines Wertes verloren, nach einem Rückgang von bereits 75 Prozent 2018.

"Glaubwürdige" Angebote

Fankhauser sagte, es habe mehrere Angebote für die gesamte Fluggesellschaft oder Teile davon gegeben, von denen einige "glaubwürdig" seien. Eine neue Kreditlinie über 300 Millionen Pfund werde Thomas Cook zum 1. Oktober gewährt, allerdings nur bei nicht näher definierten Fortschritten bezogen auf den Verkauf der Fluggesellschaften.

Die Deutsche Lufthansa, Virgin Atlantic Airways und Ryanair Holdings gehören zu den potenziellen Bietern für das Airline-Geschäft von Thomas Cook. Fankhauser sagte, er werde alle Optionen prüfen.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Condor | 17.05.2019 08:46


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