Kanadisches Comeback
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Kultmarke de Havilland ist wieder da

Flybe Bombardier Q400
Flybe Bombardier Q400, © Bombardier

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MONTREAL - Im November gab die kanadische Longview Aviation Capital den Kauf des Dash 8-Flugzeugprogramms von Bombardier bekannt. Im selben Handstreich sicherte sich Longview damals die Rechte an der Traditionsmarke "de Havilland Canada". Nun feiert die Traditionsmarke ein Comeback.

Beaver, Caribou, Twin Otter, Dash 7, Dash 8: Bis Mitte der 80er-Jahre war der Name de Havilland Canada in Luftfahrtkreisen ein Synonym für ebenso robuste wie funktionale Propellerflugzeuge.

1986 wurde das Unternehmen, das 1928 als kanadischer Ableger des britischen Herstellers de Havilland gegründet, später verstaatlicht und dann wieder privatisiert wurde, an US-Konkurrent Boeing verkauft.

Der wiederum veräußerte es 1992 weiter an Bombardier. Das Kürzel "DHC" durften Twin Otter, Dash 8 und Co.behalten, ansonsten jedoch erinnerte lange Zeit nichts mehr an die traditionsreiche Herkunft der Maschinen.

de Havilland Canada: Alle unter einem Dach

Das wird sich nun aber wieder ändern: Denn die Firma Longview Aviation Capital hat angekündigt, im Zuge der Übernahme des Dash 8-Programms von Bombardier ein Tochterunternehmen namens "de Havilland Aircraft of Canada Ltd." aus dem Boden zu stampfen.

Künftig sollen alle Flugzeugprogramme von Longview unter dem Label "de Havilland Canada" zusammengefasst werden. Neben der Dash 8 betrifft dies insbesondere die DHC-6-400 Twin Otter und das Feuerlöschflugzeug CL-415/CL-415T, die aktuell beide von der Longview-Tochter Viking Air produziert und vertrieben werden.

Viking Air hatte die beiden Programme 2006 bzw. 2016 von Bombardier übernommen. Außerdem besitzt Viking Air seit 2006 auch die Produktionsrechte aller ehemaligen de Havilland Canada-Flugzeuge von der DHC-1 Chipmunk bis zur Dash 7 sowie für die CL-215. Diese Flugzeuge werden (derzeit), mit Ausnahme der DHC-2T Turbo Beaver, aber nicht mehr gebaut.

Produktion der Dash 8 soll bis 2023 weiterlaufen

Dass Bombardier sein Turbopropgeschäft komplett an Longview verkauft, war bereits seit November 2018 bekannt. Mit der Erteilung obligatorischer behördlicher Genehmigungen gilt die Übernahme mit Stand 3. Juni nun als abgeschlossen – 300 Millionen US-Dollar soll der Deal laut Angaben von FlightGlobal wert sein.

Longview übernimmt von Bombardier außerdem 1.200 Angestellte. Die Produktion der neuesten Dash 8-Variante Q400 im Bombardier-Werk Downsview (Toronto) sei damit bis 2023 gesichert, heißt es. Dies hatte Bombardier offenbar zur Voraussetzung eines Verkaufs gemacht.

Wie es danach weitergeht, ist aktuell noch unklar. In Downsview entstanden zuletzt rund 30 Q400 pro Jahr. Allerdings besteht der aktuellle Backlog an offenen Bestellungen laut FlightGlobal aus nur 51 Maschinen.
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: Longview Aviation Capital | 04.06.2019 16:44

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Beitrag vom 04.06.2019 - 20:28 Uhr
Na hoffentlich entwickelt man die Dash jetzt wieder zu einer FLugzeugfamilie, wie sie es mal war...


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