Neuer zweitgrößter Flugzeugkonzern
Älter als 7 Tage

United Technologies und Raytheon einigen sich auf Fusion

United Technologies
Triebwerkswartung bei Pratt & Whitney, © United Technologies

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NEW YORK - Die Flugzeug- und Rüstungsindustrie bekommt einen neuen Giganten: Die US-Konzerne United Technologies und Raytheon haben sich auf einen Zusammenschluss geeinigt, wie die Firmen am Sonntag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Mitteilung verkündeten. Die Transaktion werde komplett über Aktien laufen.

Die Fusion werde voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Gesellschafter des Luftfahrtunternehmens United Technologies würden dann rund 57 Prozent, Gesellschafter der Rüstungsfirma Raytheon rund 43 Prozent des neuen Konzerns halten, der Raytheon Technologies Corporation heißen werde.

In der Mitteilung hieß es weiter, die Fusion werde nicht die United-Technologies-Tochterfirmen Otis und Carrier umfassen, die zuvor - wie bereits im November angekündigt - vom Mutterkonzern abgespalten werden sollen.

Die Aufsichtsgremien sowohl von United Technologies als auch von Raytheon hätten dem Zusammenschluss einstimmig zugestimmt. An der Börse ist United Technologies derzeit 114 Milliarden US-Dollar und Raytheon 52 Milliarden Dollar wert.

United-Technologies-Chef Greg Hayes sagte der Mitteilung zufolge: "Die Kombination von United Technologies und Raytheon wird die Zukunft von Luftfahrt und Verteidigung bestimmen." Raytheon-Chef Tom Kennedy sprach von "enormen Chancen für unseren zukünftigen Erfolg".

Mit einem Umsatz von mehr als 70 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr wäre das neue Unternehmen nach Erlösen der weltweit zweitgrößte Flugzeug- und Rüstungskonzern nach Boeing und vor Airbus, berichtet das "Wall Street Journal".

Chef des Konzerns solle der United-CEO Greg Hayers werden, berichtet das Blatt. Der Vorstandsvorsitzende von Raytheon werde den Posten der Verwaltungsratsvorsitzenden beim neuen Unternehmen bekleiden.
© dpa-AFX | Abb.: United Technologies | 09.06.2019 14:37

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Beitrag vom 10.06.2019 - 11:59 Uhr
Fraglich ist nur, was solche Zusammenschlüsse wirklich bringen? Nach einiger Zeit besinnt man sich und die Unternehmensteile "werden an die Börse gebracht", also wieder verkauft.

Thales wird in absehbarer Zeit zur Airbus Group gehören und damit das Unternehmen endgültig rein französisch und frei von deutschem Einfluß machen.
Beitrag vom 10.06.2019 - 01:13 Uhr

Ob das den Kartellwächtern noch geheuer ist? Durch diese Art "Fusionen", die eigentlich "Übernahmen" sind, wächst ein Unternehmen teils extrem und das, ohne auch nur einen einzigen Cent zu investieren.

In der westlichen Luftfahrt läuft es bei Großflugzeugen langsam auf 4 Unternehmen hinaus: Boeing (verleibt sich ja womöglich Embraer ein), Airbus (Bombardier), SAFRAN und UTC.

Zumindest wirken Diehl, Thales und Co. bei der aktuellen Entwicklung allesamt wie Übernahmekandidaten.

Es bleibt spannend, Gruß 25.1309


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