TAP Air Portugal
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Crews fühlen sich nach A330neo-Flügen schlecht

TAP Portugal Airbus A330-900
TAP Air Portugal Airbus A330-900, © Airbus

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LISSABON - Übelkeit, Schwindelgefühl, Erbrechen: Piloten und Flugbegleiter von TAP Air Portugal fühlten sich nach längeren Flügen im Airbus A330neo krank. Eine Ursache dafür steht noch nicht fest. TAP, Airbus, die EASA und die portugiesische Luftfahrtbehörde ANAC gehen mindestens zwölf Vorfällen nach.

TAP Air Portugal hat Ende November 2018 als weltweit erste Gesellschaft den Airbus A330-900 erhalten. Inzwischen sind zehn A330neo bei TAP im Einsatz. Die Airline setzt die Teilflotte mit sparsamen Rolls-Royce Trent 7000 Antrieben in ihrem Transatlantiksystem ein.

Doch die Einführung der A330neo wird von einer Serie von Krankheitsfällen überschattet: mehreren Piloten, Flugbegleitern und auch einigen Passagieren ging es nach längeren Aufenthalten in der A330-900 - und teilweise auch schon nach nur wenigen Stunden an Bord - gar nicht gut.

Nach Informationen des Radiosenders "TSF" setzten Piloten erst vergangene Woche auf einem Flug nach Brasilien sicherheitshalber Sauerstoffmasken auf.

"In einigen neuen A330neo wurden möglicherweise Gerüche von Klimaanlagen freigesetzt", erklärte TAP gegenüber der Nachrichtenagentur "Lusa". Solche Ausdünstungen seien "bei neuen Flugzeugen normal und verschwinden kurz nach dem ersten Einsatz. (...) Die Kabinentechnik sorgt dafür, dass jegliche Form von Luftkontamination vermieden wird."

Airbus führt Analysen durch

Die TAP-Gewerkschaft SNPVAC spricht von "mindestens zwölf Vorfällen", nach denen Piloten oder Flugbegleiter einen Bericht anfertigten. Die Crews vermuten das Problem eher in einem zu geringen Luftaustausch in den Kabinen oder in der Zapfluftanlage. Airbus hat inzwischen eigene Tests durchgeführt. Ein Abschlussbericht soll Ende Juli vorliegen.

Daten von Airbus und unabhängiger Labore hätten gezeigt, dass die Luftqualität in der A330neo "innerhalb des normalen Industriestandards liegt", teilte TAP Air Portugal inzwischen mit. Die Luftzirkulation sei "die gleiche" wie in den Kabinen konventioneller A330.

Die Messungen fanden über einen Monat unter wechselnden Luftstrom- und Temperaturregelungen bei Flügen und am Boden statt. Die im März 2019 an TAP ausgelieferte A330-900 CS-TUF kehrte Anfang April für eine eingehende Überprüfung an das Airbus-Werk Toulouse zurück.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA und Portugals Luftfahrtaufsicht ANAC sind über die Zwischenfälle und Analysen informiert.
© aero.de | Abb.: Airbus | 03.07.2019 09:16

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Beitrag vom 10.07.2019 - 14:26 Uhr
Verschiede Quellen mit verschiedenen Aussagen. Mir fehlt die Zeit und auch die Muße hier nachzuforschen, daher bin ich raus. Werde aber mit Interesse weiterverfolgen. Vielleicht lässt sich das ja auflösen :-) Good luck
Beitrag vom 10.07.2019 - 13:39 Uhr
@A320Fam nd Real Dreamliner

Filter filtern Partikel und große Moleküle, wie z.B. auch TCP mit Molmassen um die 500.... Jedoch sind leichtflüchtigere Substanzen geschätzt
Beitrag vom 10.07.2019 - 12:25 Uhr
Ich versuche den Link noch zu finden, aber die Aussage LH war, (aus dem Gedächtnis) 2/3 der A321 wurden mit Aktivkohlefilter ausgestattet 2017? Bei erfolgreichem Ergebnis wird das flottenweit umgesetzt.
Es ging mir um die Aussage es passiert nichts wegen Kosten und die Crews wurden über Einschüchterung klein gehalten. Das ist so falsch.

Es könnte dieser hier sein?
 https://www.aerotelegraph.com/auch-lufthansa-und-co-testen-spezialfilter


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