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SAS glaubt 2019 nicht mehr an Gewinn

SAS Airbus A320neo
SAS Airbus A320neo, © Mark Harkin

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STOCKHOLM - Pilotenstreiks, eine schwache schwedische Krone, teurer Sprit und "Flugscham": SAS bekommt 2019 Gegenwind von allen Seiten. Seit Jahresbeginn hat die börsennotierte Airline knapp 40 Prozent ihres Aktienwerts eingebüßt - SAS stellt ihre Investoren bereits auf ein Verlustjahr ein.

Nobina betreibt in Schweden 3.600 Busse im öffentlichen Nahverkehr. Seit dieser Woche wird dieses Geschäftsmodell an der Börse höher gehandelt als SAS: nach einer Abwertung um 38 Prozent ist die komplette Airline mit 124 Flugzeugen, 28,8 Millionen Passagiere und 4,25 Milliarden Euro Umsatz nur noch 546 Millionen Euro wert.

Anziehende Kerosinpreise, eine schwachen Krone und ein Pilotenstreik, der SAS zwischen 26. April und 02. Mai 4.015 Flüge gekostet hat, setzen der Airline zu. SAS beziffert die direkten Streikkosten auf 62 Millionen Euro. Die Piloten rangen SAS letztlich eine Anpassung ihrer Gehälter um 3,5 Prozent 2019 und weitere 3,0 Prozent 2020 ab.

Verlustwarnung

Es werde "eine Herausforderung" sein, in diesem Umfeld 2019 vor Steuern noch einen Gewinn zu erzielen, warnte SAS-Chef Rickard Gustafson die Aktionäre vor.

Viele Schweden verzichten aus "Flugscham" auf Flugreisen. Die Entwicklung trifft SAS im Heimatland der Klimaaktivistin Greta Thunberg besonders hart. SAS stellt ihre Europaflotte auf Airbus A320neo um, Anfang 2020 lösen effiziente  A350-900 durstige A340-300 ab. Für Teilnehmer des Vielfliegerprogramms EuroBonus bucht SAS automatisch ein CO2-Kompensationspaket für jede Reise hinzu.
© aero.de | Abb.: SAS, Mark Harkin | 05.07.2019 15:07

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Beitrag vom 06.07.2019 - 07:36 Uhr
„Gegenwind von allen Seiten „
Uuuhh, irgendwie krempelt es mir dabei die Fußnägel hoch...


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