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Leiter von Boeings 737-Programm geht vorzeitig in Rente

boeing 737 fal
Boeing 737 FAL, © The Boeing Company

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SEATTLE - Der für das kriselnde 737-Flugzeugprogramm zuständige Boeing-Manager Eric Lindblad geht nach weniger als einem Jahr im Amt in den Ruhestand.

Das teilte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Kevin McAllister, am Donnerstag in einem Schreiben an die Mitarbeiter mit. Die 737-Serie hat den US-Konzern nach zwei Abstürzen der jüngsten Baureihe Max mit insgesamt 346 Toten in eine schwere Krise gebracht.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Unglücken und Lindblads Abgang besteht, ist aber unklar. Laut McAllisters Memo hatte der 57-Jährige schon im vergangenen Jahr den Wunsch geäußert, in Rente zu gehen. Lindblad ist seit 34 Jahren bei Boeing und hatte die Leitung des 737-Programms erst im August 2018 angetreten. Seinen Posten soll mit Mark Jenks ein weiterer langjähriger Boeing-Manager übernehmen.
© dpa | 12.07.2019 06:10

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Beitrag vom 12.07.2019 - 14:17 Uhr
Sicherheit geht allem anderen vor und wer das nicht akzeptieren will, ist in der Luftfahrt absolut fehl am Platz!


Sehr richtig. Warum hat es bei Boengs Führungsetage bislang aber keine Konsequenzen gegeben.
Im Gegenteil Muilenberg wurde mit grosser Mehrheit als CEO gerade erst bestätigt.

Das Problem scheint also nicht nur der Vorstand sondern auch die Grossaktionäre Boeings zu sein! Dort fehlt jedes Verantwortungsgefühle für die Sicherheit des Produkts. Diese Intitionellen Anleger aus dem militärischen Komplex der USA interessiert nur die Rendite nicht wie diese zustandekommt.

Es ist also weniger ein reines Boeing Problem, sondern ein Problem der US Gesellschaft als ganzes.

" Rendite rechtfertigt alles. Kriege, Morde, Korruption, Verzicht auf Qualitätssicherung, Pfusch .... "

Degenerierter gehts kaum noch.

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2019 14:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.07.2019 - 13:49 Uhr
Angeblich wollte Lindblad gehen.
Falls es stimmt, könnte man ihn gut als Bauernopfer anbieten, um z. B. Sinnett - der sprach doch mit den AA-Piloten - zu retten.
Falls das FBI usw. ihre Untersuchungen ernst nehmen, müssten an sich Köpfe rollen.
Bei Boeing muss sich wohl einiges ändern.

Völlig richtig! Wenn Fehler/Abweichungen aufgezeigt werden, muss diesem unbedingt nachgegangen werden, auch wenn es unbequem und kostspielig ist.
Wenn die Prozesse nicht stimmen, muss die Qualität eben erprüft werden, auch wenn dies völlig ineffizient ist - Sicherheit geht allem anderen vor und wer das nicht akzeptieren will, ist in der Luftfahrt absolut fehl am Platz!
Beitrag vom 12.07.2019 - 13:06 Uhr
Angeblich wollte Lindblad gehen.
Falls es stimmt, könnte man ihn gut als Bauernopfer anbieten, um z. B. Sinnett - der sprach doch mit den AA-Piloten - zu retten.
Falls das FBI usw. ihre Untersuchungen ernst nehmen, müssten an sich Köpfe rollen.
Bei Boeing muss sich wohl einiges ändern.


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