Kuhhandel nach Brückeneinsturz?
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Benetton-Konzern prüft Einstieg bei Alitalia

Alitalia Airbus A320
Alitalia Airbus A320, © Alitalia

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ROM - Der italienische Infrastrukturkonzern Atlantia, der von der Familie Benetton kontrolliert wird, erwägt einen Einstieg bei der kriselnden Fluglinie Alitalia.

Unternehmenschef Giovanni Castellucci werde die Nachhaltigkeit des Plans und die notwendigen Eingriffe, die zum Aufschwung der Airline notwendig seien, prüfen, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit.

Gesucht wird ein Mitinvestor für die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS), um Alitalia zu retten. Die Frist dafür wurde bereits mehrmals verschoben und endet nun an diesem Montag.

Atlantia war letztes Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil der Konzern den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia kontrolliert, den vor allem Industrieminister und Vize-Premier Luigi Di Maio und seine Fünf-Sterne-Bewegung für den Brückeneinsturz von Genua verantwortlich machen.

Das Unternehmen betreibt auch den Flughafen Fiumicino in Rom, den Sitz von Alitalia. Atlantia muss wegen des Kollaps der Morandi-Brücke mit 43 Toten den Entzug von Autobahnkonzessionen im Milliardenwert fürchten. Kritiker warnten die italienische Regierung, diese Frage mit einem Einstieg des Konzerns bei Alitalia zu verquicken.

Der ehemalige Staatskonzern Alitalia hatte vor mehr als zwei Jahren Insolvenz angemeldet und fliegt mit einem Notkredit der italienischen Regierung. Innenminister Matteo Salvini nannte Atlantia am Freitag einen "ernsthaften" Partner. Es stünden 11.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
© dpa-AFX, aero.de | 12.07.2019 10:32


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