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Fraport verdient am Luftfahrt-Boom

Flughafen Frankfurt, Terminal 1, Flugsteig B
Flughafen Frankfurt, Terminal 1, Flugsteig B, © Fraport AG

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FRANKFURT - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport profitiert weiter vom weltweiten Wachstum des Luftverkehrs. Doch im wichtigen Reisemonat Juli schwächte sich der Passagierzuwachs deutlich ab, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

So zählte Fraport an Deutschlands größtem Flughafen im abgelaufenen Monat nur noch 0,8 Prozent mehr Passagiere als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr war die Zahl der Fluggäste noch um 3 Prozent auf 33,6 Millionen gestiegen.

An der Börse wurden die Nachrichten mit leichter Enttäuschung aufgenommen. Die Fraport-Aktie verlor am Vormittag 0,16 Prozent und gehörte damit zu den wenigen Verlierern im MDax. Mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt rund 6,75 Milliarden Euro war Fraport an der Börse aber fast so viel wert wie die Commerzbank, die nach dem jüngsten Kursrutsch auf 6,8 Milliarden Euro kam.

Analystin Elodie Rall von der US-Investmentbank JPMorgan sah bei den Quartalszahlen des Flughafenbetreibers ihre Erwartungen zwar erfüllt. Allerdings bemängelte sie die schwächeren Passagierzahlen im Juli.

Im zweiten Quartal verzeichnete der auch international stark vertretene Fraport-Konzern einen bereinigten Umsatz von 835,4 Millionen Euro und damit 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie er am Morgen mitteilte. Aus diesem Wert sind Erlöse im Zusammenhang mit dem Ausbau an den internationalen Beteiligungsflughäfen des Konzerns herausgerechnet.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 8,5 Prozent auf 310,9 Millionen Euro und damit etwas weniger als von Analysten erwartet. Der Konzerngewinn legte wegen eines besseren Finanzergebnisses um 13 Prozent auf 136,9 Millionen Euro zu. Nach sechs Monaten steht unter dem Strich nun ein Gewinn von 164,9 Millionen Euro.

Vor allem am heimischen Drehkreuz Frankfurt, in der peruanischen Stadt Lima, in den USA sowie an den griechischen Regionalflughäfen machte Fraport nach eigenen Angaben bessere Geschäfte. Weltweit betreibt Fraport in unterschiedlichen Beteiligungsverhältnissen 25 Flughäfen und verwaltet an mehreren US-Flughäfen Einzelhandelsflächen. Das Drehkreuz Frankfurt trug 2018 zum Konzernergebnis 61,5 Prozent bei, der übrige Gewinn stammte aus dem Ausland.

Man habe sich in einem schwierigen Umfeld ordentlich geschlagen, kommentierte Vorstandschef Stefan Schulte die Halbjahreszahlen. "Insbesondere freut mich, dass wir die Passagierzufriedenheit trotz hoher Spitzenbelastungen weiter steigern und die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen reduzieren konnten." Man werde weiter intensiv daran arbeiten, die Prozesse zu optimieren.

Auch an den Beteiligungsflughäfen im Ausland stieg die Zahl der Fluggäste im ersten Halbjahr mit Ausnahme der Standorte Varna und Burgas an der bulgarischen Goldküste und des türkischen Antalya. Der Fraport-Vorstand rechnet für Frankfurt auch für das Gesamtjahr mit einem Zuwachs von 2 bis 3 Prozent. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Passagiere mit einem Plus von 7,8 Prozent deutlich stärker gewachsen.

Der Konzern bestätigte zudem seine Prognosen für das Gesamtjahr. Danach soll das Konzernergebnis zwischen 420 und 460 Millionen Euro liegen nach 505,7 Millionen im vergangenen Jahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 1,160 bis 1,195 Milliarden Euro erreichen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Fraport AG | 07.08.2019 09:02


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