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Austrian prüft Rückzug von Inlandsstrecken

Austrian Airbus A320
Austrian Airbus A320, © Ingo Lang

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WIEN - Der Chef der Austrian Airlines sieht auf Inlandsstrecken Bahnverbindungen im Vorteil - und will auf kurze Flüge eventuell verzichten.

"Es ist in der Tat so, dass wir kurze Flüge auch nicht besonders gerne haben", sagte Alexis von Hoensbroech dem "ORF-Journal ZIB2". "Und wenn es eine Möglichkeit gibt, dass es eine Boden-Infrastruktur gibt, die gut genug ist, die zu ersetzen, dann tun wir das gerne."

Austrian habe gerade die Linie von Wien nach Linz eingestellt. Nach Klagenfurt, Graz und Salzburg könnte Austrian Passagiere in Zukunft ebenfalls auf die Schiene verweisen, sagte der Manager. Dabei seien nicht nur klimapolitische sondern auch wirtschaftliche Erwägungen ausschlaggebend.

Für Irritation sorgte der Manager bei den Wirtschaftskammern. Die Marke "Austrian" stünde nicht nur für Wien. Um Österreich konkurrenzfähig zu halten, brauche es neben dem starken zentralen Standort Wien auch attraktive Zubringer in den Bundesländern, sagte am Freitag WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg in Graz. Die Bahnfahrt nach Wien-Flughafen dauert rund drei Stunden, der Flug 30 Minuten.

Derzeit verfügen die fünf österreichischen Bundesländerflughäfen werktäglich über 43 Zubringerflüge zu sieben Hubairports, davon 16 zum  AUA-Drehkreuz Wien.
© dpa-AFX, aero.at | 09.08.2019 14:06

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Beitrag vom 11.08.2019 - 10:18 Uhr
Koralm-, Semmeringbasis- und Seekirchner Tunnel werden sicher den Inlandsflügen weiter zusetzen. Allgemein setzt Österrecih stärker auf die Schiene in einem kleineren Land.
Österreichs Inlandsverkehr war immer ein Kostenfaktor. Und ein Politikum. Seine Kapazität beläuft sich auf rund 600K Sitze p.a. und generiert im Gesamtnetz ein Aufkommen von über 1m Passagiere, auf die weder Austrian noch die Bundesländer verzichten können. Die oben genannte Infrastruktur wird aber erst frühstens 2025 verfügbar sein. Bis dorthin muss die AUA wohl in den sauren Apfel beißen, wenn sie den Transitverkehr nicht komplett an München und Frankfurt verlieren möchte (Markanteil derzeit rund 2/3).
Beitrag vom 10.08.2019 - 19:27 Uhr
Koralm-, Semmeringbasis- und Seekirchner Tunnel werden sicher den Inlandsflügen weiter zusetzen. Allgemein setzt Österrecih stärker auf die Schiene in einem kleineren Land.
Beitrag vom 10.08.2019 - 19:25 Uhr
@LF: Österreich ist (wie die Schweiz) ein Gebirgsland, da zählt weniger die Entfernung (Luftlinie) als die Reisezeit. Geflogen wird im Inland (fast ausschließlich) nur zum Umsteigen. Bisher wurde nur Linz-Wien Flughafen auf die Schiene verlegt. Bei annähernd gleicher Reisezeit (1,5h). Auf allen anderen Verbindungen verdoppelt sich die Anreisezeit.

Von Nürnberg und Stuttgart wird auch nur geflogen, weil es zum Münchner Flughafen keine direkte Bahnverbindung gibt. Mit Umsteigen am Münchener Hbf beträgt die Fahrzeit mindestens 3h.


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