Comac ARJ21
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Höhentraining in Südwestchina

Comac ARJ21
Comac ARJ21, © Comac

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KUNMING - Chinas Regionaljet Comac ARJ21 soll bei der Vernetzung der bergigen Regionen Südwestchinas eine entscheidende Rolle spielen. In der Provinz Yunnan schickte Comac nun eine ARJ21 zu insgesamt acht Airports - als Beweis für die Höhentauglichkeit des Zweistrahlers.

Die Provinz Yunnan im Südwesten Chinas besitzt ihren ganz eigenen Charme. Nirgends sonst in der chinesischen Volksrepublik leben derart viele unterschiedliche Ethnien. Die sonst vorherrschenden Han-Chinesen machen in der bergigen Region nur etwa die Hälfte aller Einwohner aus.

Kulturell hat Yunnan deshalb eine ganze Menge zu bieten. Mit ihrer Lage im Hochgebirge - in Yunnan befinden sich die östlichen Ausläufer des Himalaya, die an der Grenze zu Tibet bis zu 6000 Meter in den Himmel ragen – birgt die Provinz auch geographisch Potenzial, eine Hochburg des Tourismus zu werden. Wenn da nicht die eher schlechte Erreichbarkeit wäre.

Genau dieses Manko möchte die chinesische Regierung nun angehen. Die einzelnen Städte der Region sollen vernetzt, die Provinz Yunnan selbst besser an den Rest Chinas angebunden werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Luftverkehr. Und den will China wenn möglich vorrangig mit Flugzeugen aus eigener Produktion vorantreiben – zum Beispiel mit dem Regionaljet Comac ARJ21-700.

Promotour durchs Hochgebirge

Wenn man den chinesischen Hersteller fragt, ist der für 90 Passagiere ausgelegte Zweistrahler für diese Aufgabe das ideale Flugzeug. Die ARJ21 sei speziell geeignet für Starts und Landungen auf hochgelegenen Flugplätzen und meistere auch komplizierte Routenanforderungen, heißt es.

Diesen Worten wollte Comac nun Taten folgen lassen - und schickte eine ARJ21-700 auf ein dreitägiges Höhentrainigslager. Von Yunnans Provinzhauptstadt Kunming aus ging es für die als B-001T registrierte Maschine vom 19. bis zum 21. August zu sechs weiteren Airports in der Region.

Zu den Zielen der Promo-Tour zählten die Städte Lijiang, Xishuangbanna, Tengchong, Lincang, Dali und Manshi. Unterwegs habe Comac außerdem ein Seminar über den Betrieb der ARJ21 in hochgelegenen Gebieten abgehalten, teilte der Hersteller mit. Dabei habe man mit möglichen Kunden über die Performance des Flugzeuges diskutiert. Am Morgen des 22. August ging es schließlich weiter nach Shanghai.

Regionaljet für China

In ganz China gebe es derzeit 36 zivile "high altitude airports", von denen sich die meisten im Westen und Südwesten des Landes befänden, teilte Comac im Zusammenhang mit den Yunnan-Flügen mit.

Mit der geplanten Erhöhung der Produktionskapazität und einem dadurch beschleunigten Wachstum der ARJ21-Flotte werde der Comac-Regionaljet einen wichtigen Beitrag für die weitere Entwicklung dieser bergigen Regionen leisten.

Die Comac ARJ21 ist das erste in China entwickelte moderne Regionalflugzeug. Bislang stehen 15 Exemplare des Jets bei den Fluglinien Chengdu Airlines und Chengis Khan Airlines im Dienst. Als dritter Betreiber soll in Kürze die Urumqi Air aus dem Uigurischen Autonomiegebiet Xinjiang dazukommen, deren Lackierung die B-001T auf ihrer Werbetour durchs Gebirge von Yunnan trug.

Comac sieht für die ARJ21 großes Potenzial auf dem heimischen Markt und spricht von derzeit 235 Bestellungen für den kleinen Zweistrahler.
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: Comac | 01.09.2019 08:51

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Beitrag vom 01.09.2019 - 17:21 Uhr
... eine CRJ von einer ARJ zu unterscheiden, ist eigentlich sehr einfach. Die ARJ sieht aus wie DC-9 (MD 80). Man kann es sofort an den Cockpitfenstern erkennen.
Beitrag vom 01.09.2019 - 15:41 Uhr
Euch beiden ist schon bekannt das die Zelle von der MD80 abstammt und aus von MDD in den 0zigern gelieferter Rumpfsegmenten gebaut wird.Auf einer von MDD gelieferten Produktionsanlagr?
Beitrag vom 01.09.2019 - 15:10 Uhr
Das ist mal wieder typisch China:Das Flugzeug auf dem Bild könnte auch eine Bombardier CRJ-Series sein.Wahrscheinlich 1 zu 1 nachgebaut.

Das ist blanker Unfug. Schon im Grunddesign unterscheiden sich die eher spitzen, pfeilförmigen CRJ deutlich von der rundlichen ARJ. Dazu kommen unterschiedliche Tragflächen- und Triebwerksaufhängungen und das unterschiedliche Design des Leitwerks. Abgesehen davon, dass beide das gleiche Grundkonzept verfolgen (wie alle modernen Jets dieser Größe) ist im Design keine große Ähnlichkeit vorhanden.


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