"Slots of interest"
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Thomas Cooks Startrechte sind begehrt

London Gatwick
Luftansicht Flughafen London Gatwick, © Flughafen Gatwick

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GATWICK - Für die Thomas Cook-Airlines hat sich bisher kein Käufer gefunden - Abnehmer für die Slots des insolventen Reiseveranstalters an den Flughäfen London-Gatwick und Manchester stehen dagegen förmlich Schlange. Virgin Atlantic, Wizz Air und Ryanair haben bereits Interesse angemeldet.

"Wir sind nicht an der Airline interessiert", sagte der Chef des ungarischen Billigfliegers Wizz Air Jozsef Varadi in London. "Aber wir haben ein anderes Interesse: die Thomas Cook Slots in Gatwick."

Dass er es auf die Slots abgesehen hat, hat Varadi wiederholt klar gemacht, seit Thomas Cook im Februar 2019 seine Airline-Sparte zum Verkauf gestellt hat. Wizz Air ist auf Expansionskurs und kann sich vorstellen, auch Strecken wie London-Dubai direkt zu bedienen, wenn in vier Jahren die ersten von insgesamt 20 Airbus A321XLR geliefert werden. In London/Luton hält Wizz Air bereits 40 Prozent der verfügbaren Kapazitäten.

Doch Wizz Air ist mitnichten die einzige Airline, die ein Auge auf die Thomas Cook-Slots in Gatwick geworfen hat: Virgin Atlantic zeigt sich laut "Financial Times" vor allem an den nächtlichen Zeitfenstern interessiert.

Besonders attraktiv erscheint der Airline offenbar jedoch die frei gewordene Kapazität in Manchester. Diese Stadt hat Virgin Atlantic-CEO Shai Weiss bei seinem Amtsantritt in Manchester als Kern der Wachstumsstrategie ausgemacht. Insofern könnte die Airline nun von dem Aus des Reiseveranstalters profitieren: Thomas Cook war der viertgrößte Anbieter in Manchester.

Bei seinem Versuch, Slots in Manchester zu ergattern, hat das Virgin Atlantic-Management auch ihre Partner von Delta im Hinterkopf. Die US-Airline unterhält ein schlagkräftiges Nordatlantik Joint Venture mit Virgin - und besitzt obendrein 49 Prozent der britischen Airline. Laut der Nachrichtenagentur "Bloomberg" wird Delta bereits ab Mai 2020 täglich die Strecke Manchester-Boston bedienen.

Virgin wird demnach schon im Winterflugplan die Kapazität in Manchester um 65 Prozent erhöhen, unter anderem, indem sie auf der Strecke nach New York öfter Boeing 747 einsetzt.

Besonders für Wizz Air interessant sein dürften die Ambitionen eines weiteren Slot-Kandidaten: Ryanair. Der irische Billigflieger hat für die kommenden Monate bereits angekündigt, Personal in Manchester zu suchen.
© aero.de (boa) | Abb.: Airbus, gatwick Airport | 30.09.2019 14:33


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