Nicoley Baublies
Älter als 7 Tage

Lufthansa schasst langjährigen Ufo-Chef

Nicoley Baublies
Nicoley Baublies, © UFO

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FRANKFURT - Fristlose Kündigung: Lufthansa will nach "Spiegel"-Informationen den früheren Chef der Flugbegleitergewerkschaft Ufo Nicoley Baublies nicht länger als Purser beschäftigen. Ufo hat Lufthansa unterdessen eine First gesetzt: die Gewerkschaft fordert bis Mitte Oktober ein Signal zu neuen Verhandlungen.

Die Kraftprobe zwischen Lufthansa und Ufo erreicht eine neue Eskalationsstufe. Wie "Der Spiegel" unter Berufung auf Personalvertreter berichtet, hat Lufthansa Baublies vergangene Woche eine fristlose Kündigung seines Arbeitsverhältnisses ausgesprochen.

Baublies hatte 2015 als Ufo-Chef einen Flugbegleiterstreik bei Lufthansa angeführt und erst dieses Jahr Gehaltsrückforderungen des Konzerns vor Gericht weitgehend abwehren können.

Die fristlose Kündigung des langjährigen Funktionärs stützt der Konzern laut "Spiegel" auf Tätigkeiten für Ufo, die Baublies während einer längeren Krankschreibung erbracht habe. Die Personalvertretung hat der fristlosen Kündigung demnach als "unzureichend belegt" widersprochen. Die Sache dürfte vor das Arbeitsgericht gehen.

Zwischen Lufthansa und Ufo tobt ein erbitterer Streit, nachdem Ufo Tarifverträge im Frühjahr gekündigt hatte. Lufthansa zweifelt vor Gericht sogar den Gewerkschaftsstatus von Ufo an. Das Unternehmen argumentiert, die Gewerkschaft habe seit Monaten keinen vertretungsberechtigten Vorstand eingesetzt und sei nicht in der Lage, ihre Rolle als Tarifpartner auszufüllen.

Vorausgegangen war ein heftiger Führungsstreit in der Spartengewerkschaft, in dessen Verlauf zahlreiche Mitglieder des Vorstands zurückgetreten sind, darunter der langjährige Gewerkschaftschef Baublies. Die Ufo hatte wegen der Zweifel an ihrer Führung eine bereits begonnene Urabstimmung über Streiks des Kabinenpersonals bei Eurowings Ende Juli ausgesetzt.

Letzte Woche meldete sich Ufo mit einem Ultimatum zurück: wenn sich das Lufthansa-Management weiter gegen Tarifverhandlungen mit Ufo sperre, werde man am 14. Oktober über Arbeitskampfmaßnahmen informieren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Ufo, Lufthansa | 30.09.2019 16:48

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Beitrag vom 01.10.2019 - 12:07 Uhr
Mit dem Begriff sollte man ohnehin nur sehr bedacht umgehen. Hier entsteht schnell ein falscher Eindruck.
Nach längerer Krankheit muss man immer zum Fliegerarzt, der die Flugtauglichkeit wieder bescheinigen muss. Das kann auch ein Beinbruch gewesen sein oder ein Achillessehnenriss. Das dauert nun mal und erst wenn ich wieder evakuieren oder in die Pedale treten kann bin ich flugtauglich. Wie gesagt, die Krankschreibung scheint nicht so sehr das Thema, eher die ungenehmigte Nebentätigkeit. Soweit man das aus der Nachricht rauslesen kann.
Beitrag vom 01.10.2019 - 10:23 Uhr
Im Bericht steht "längerer Krankschreibung" es steht nichts von Fluguntauglichkeit drin.

Hier schon:

 Spiegelartikel

Mit Vorverurteilungen wäre ich an dieser Stelle vorsichtig!
Beitrag vom 01.10.2019 - 06:50 Uhr
Der Artikel, auch der original Spiegel, gibt für eine klare Aussage viel zu wenig her.

Völlig egal wie die Krankschreibung lautet, er hat wohl eine ungenehmigte Nebentätigkeit während einer Krankschreibung ausgeübt. Nachdem er als Vorstand zurückgetreten war erlosch wohl die Freistellung. Dann ist er aber als Berater zurückgekehrt und das ohne Genehmigung. Kleiner Formfehler mit großer Wirkung. Die Details werden es richten.
Das LH diese Keule auspackt ist ungewöhnlich, da muss er wohl einigen Leuten mächtig auf die Füße getreten sein. Aber auch er hat des öfteren das Schwert dem Florett vorgezogen, auch intern, und einige der früheren Gefährten lachen sich aktuell ins Fäustchen. What goes around...
Das die PV sich so verhält ist klar, was sollen sie auch sonst machen? Ihn über die Klinge springen lassen? Dafür ist er noch zu beliebt und nach der Wahl ist vor der Wahl.
Ob das Ganze Erfolg hat wird man sehen. Da es ein ungewöhnlicher Vorgang ist schätze ich es weniger als Signal ein, eher als eine persönliche Sache.

Dieser Beitrag wurde am 01.10.2019 06:52 Uhr bearbeitet.


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