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Hamburg verschiebt Betrieb von neuen Passagiergates

Vorfeld Flughafen Hamburg
Vorfeld Flughafen Hamburg, © Michael Penner/Flughafen Hamburg

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HAMBURG - Nach Turbulenzen im Luftverkehrsmarkt verschiebt der Hamburger Flughafen die Inbetriebnahme neuer Passagiergates um ein Jahr auf 2021.

"Der Markt hat sich nicht so schnell entwickelt, wie wir es gedacht hatten", sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler dem "Hamburger Abendblatt". Die Fluggesellschaft Germania sei in die Insolvenz gegangen, Condor habe das Aus gedroht und Ryanair und andere Airlines kämpften mit den 737 MAX-Problemen bei Boeing, zählte er auf.

Die irische Gesellschaft zieht zum 8. Januar 2020 zwei in Hamburg stationierte Flugzeuge ab und streicht sieben Routen zum Sommerflugplan 2020.

Einen Dämpfer im Reisegeschäft befürchtet Eggenschwiler außerdem durch die geplante Erhöhung der Luftverkehrssteuer und schwächere Konjunkturprognosen. "Das macht die Planbarkeit schwieriger." Das Flugprogramm im nächsten Jahr sei aber mit der bestehenden Infrastruktur zu leisten.

Außerdem werde das Budget des Airports um schätzungsweise zwei Millionen Euro entlastet. 2018 nutzten 17,23 Millionen Passagiere den Flughafen, der in diesem Jahr um rund 2,5 Prozent zulegen sollte. Für einen Rekord gebe es derzeit zu viele Unsicherheit, sagte Eggenschwiler. 2020 erwartet er eine stabile Passagierentwicklung.

Das Unternehmen baut auf dem Flugfeld ein Interimsgebäude, zu dem Passagiere mit Bussen gebracht werden. Von den 14 dort vorgesehenen Gates sollen die Passagiere zu Fuß zum Flugzeug gelangen, nun erst vom Frühjahr/Sommer 2021 an. "Wir brauchen dieses Interimsgebäude, wenn wir mit dem Umbau der Rückseite von Pier Süd loslegen wollen", bekräftigte Eggenschwiler.

Er machte deutlich, dass die Shuttle-Gates nicht dauerhaft angeboten werden sollen. Die Kapazität des Flughafens soll sich nach früheren Angaben letztlich von 53 auf 56 Abstellpositionen für Flugzeuge vergrößern.

Die Umweltschutzorganisation BUND klagt vor dem Hamburger Oberverwaltungsgericht gegen die Ausbau-Vorhaben. Der Flughafen-Chef befürchtet daraus aber keine Konsequenzen. Für die Baumaßnahmen sowie die Investitionen in eine neue Gepäckanlage hat der Flughafen 384 Millionen Euro veranschlagt.
© dpa-AFX, aero.de | 30.10.2019 11:12


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