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WDL verabschiedet BAe 146

WDL BAe 146-100
WDL Aviation BAe 146-100, © WDL Aviation

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KÖLN - Neuer Name, neue Flotte: seit Kurzem firmiert WDL Aviation zusammen mit der zweiten Zeitfracht-Tochter LG Walter unter dem Label "German Airways". Ab 2020 setzt WDL voll auf Embraer 190. Die BAe 146 verlassen die Flotte - kommen aber bei einem neuen Betreiber unter.

Ende des Jahres ist Schluss: Die BAe 146, wegen ihrer vier Triebwerke im Volksmund "Jumbolino" genannt, hat in den Zukunftsplänen von Zeitfracht keinen Platz mehr. Drei Exemplare des kleinen Vierstrahlers verrichteten zuletzt noch ihren Dienst für WDL Aviation.

Sie waren europaweit im Charterverkehr für diverse Airlines unterwegs und sind zwischen 31 und 33 Jahre alt. Als Ersatz übernimmt Zeitfracht für seine Tochter-Airline zwei weitere Embraer E190, die wie die drei bereits vorhandenen Schwestermaschinen von Azorra Aviation aus den USA geleast werden.

Lebensabend in Australien

Die Laufbahn der drei betagten BAe 146 ist mit der Ausmusterung bei WDL allerdings keinesfalls beendet. Wie Zeitfracht mitteilt, wurden die Flugzeuge an einen australischen Investor verkauft. In Australien könnten sie künftig bei der Chartergesellschaft Pionair unterkommen. Diese hatte im September angekündigt, die drei Fracht-Jumbolinos (BAe 146-300QT) von WDL zu kaufen.

Eine davon, die ehemalige D-AJAM, ist im Oktober bei Pionair am Bankstown Airport eingetroffen, die beiden anderen stehen noch immer eingelagert auf dem Flughafen Köln-Bonn. Flugdaten von Flightradar24 zeigen allerdings, dass am 12. November mit der D-AZFR auch einer der verbliebenen drei Passagier-Jumbolinos in Bankstown gelandet ist.

Eine weitere, die D-AGML ist seit ihrer Rückkehr vom letzten Wetlease-Auftrag für Air France am 28. Oktober nicht mehr geflogen. Lediglich die D-AWUE pendelt aktuell noch zwischen Köln und dem rumänischen Ort Craiova.

Umstieg auf einheitliche E190-Flotte

Währenddessen freut man sich bei WDL, bzw. German Airways über die weitere Modernisierung der Flotte, die das Aus der betagten Vierstrahler mit sich bringt.

"Im Herbst des vergangenen Jahres haben wir den Wechsel auf die E190-Jets angekündigt. Die Bestellung weiterer Embraer-Jets und der gleichzeitige Verkauf der BAe-Maschinen sind nun ein wichtiger Schritt in unserer Modernisierungs- und Wachstumsstrategie", machte German Airways-Geschäftsführer Dominik Wiehage klar.

Auch die wie WDL unter dem Namen German Airways fliegende Schwester-Airline LGW (Luftfahrtgesellschaft Walter) wird ihren Flottenpark bis 2022 komplett auf Embraer E190 umstellen. Die 17 derzeit bei LGW fliegenden Bombardier Dash 8 Q400 werden German Airways deshalb in den nächsten Jahren ebenfalls verlassen.
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: Zeitfracht | 14.11.2019 23:37


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