Flughafen Frankfurt
Älter als 7 Tage

Airlines halten Nachtflugverbot besser ein

DFS-Tower in Frankfurt bei Nacht
DFS-Tower in Frankfurt bei Nacht, © Fraport AG

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FRANKFURT - Das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen ist im Oktober besonders strikt eingehalten worden.

Die hessische Luftaufsicht registrierte lediglich 36 verspätete Landungen nach 23.00 Uhr und genehmigte drei Starts nach 23.00 Uhr, wie das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium am Dienstag in Wiesbaden auf Anfrage berichtete. Ein Jahr zuvor hatte es in der kritischen Zeit 79 Flugbewegungen gegeben und im Oktober 2017 sogar 101.

In der Zeit zwischen 23 Uhr und 5 Uhr herrscht am größten deutschen Verkehrsflughafen ein Nachtflugverbot. Während es in dieser Zeit keine planmäßigen Starts und Landungen gibt, kann die Hessische Luftaufsicht Sondergenehmigungen für verspätete Maschinen erteilen, wenn die Fluggesellschaften keinen Einfluss auf die Verspätung hatten - etwa wegen Unwettern.

Verspätete Landungen müssen Piloten und Airlines einzeln begründen. Nach 24.00 Uhr darf der Flughafen dann gar nicht mehr angeflogen werden. Man sei auf einem guten Weg, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums. Der Kontrolldruck werde man zum Schutz der Bürger weiter aufrechterhalten.

Ab dem neuen Jahr steigen zudem die vom Betreiber Fraport erhobenen Entgelte zur Nutzung der Flughafen-Infrastruktur. Das vor einigen Tagen vom Land genehmigte Preissystem belohnt moderne Maschinen, die wenig Lärm verursachen. Besonders in der Nacht wird es für laute Jets noch einmal teurer, weil sich die Zuschläge von bislang 200 Prozent auf 300 Prozent erhöhen.

Auch in den Nachtrandstunden unmittelbar vor und nach dem Nachtflugverbot steigen die zusätzlich erhobenen Lärmentgelte.
© dpa-AFX, aero.de | 19.11.2019 12:15


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